Sparbücher aus aller Welt

Die Älteren unter uns kennen es noch: das Sparbuch, welches man mindestens einmal im Jahr zur Bank trug (am besten zum Weltspartag) und in dem handschriftlich die Beträge vermerkt wurden.

Das Sparbuch weist die Geldbewegungen eines Sparkontos aus: hier werden Einzahlungen, Auszahlungen und Zinsgutschriften notiert. Nach wie vor ist es die beliebteste Geldanlageform der Deutschen und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. In Deutschland (und in Frankreich) gibt es das Sparbuch seit dem Jahr 1818. In Frankfurt ist das Sparbuch mit einer Bank verknüpft: die Frankfurter Sparkasse von 1822. Immerhin besaßen noch 2014  ca. 50 % der Deutschen ein Sparbuch. Die privaten Haushalte hatten zu diesem Zeitpunkt 527 Milliarden Euro an Einlagen. Heute sinkt die Zahl der Sparbuchinhaber. Manche Geldinstitute wickeln alles online ab.

Günther Happel, ein ehemaliger Mitarbeiter der Sparkasse Darmstadt, begann frühzeitig, Sparkassenbücher aus aller Welt zu sammeln. Er schrieb die Sparkassen an und bat sie jeweils um ein Belegexemplar. Auf diese Weise kamen über 300 Sparbücher aus über 50 Ländern der Erde zusammen. Darunter befinden sich so entfernte Länder wie Nigeria, Syrien, Yemen, Libanon, Zaire, Trinidad, Antillen, Togo, Malawi und Afghanistan. Diese Sammlung hat Günther Happel im Jahr 2015 dem historischen museum frankfurt zum Geschenk gemacht. Angereichert wurde die Schenkung noch mit ca. 25 Spardosen verschiedener ausländischer Sparkassen und umfangreiches Schulungsmaterial für die Einführung neuer Banknoten in Deutschland.

Das historische museum legt ein besonderes Gewicht auf das Thema der Geldstadt Frankfurt und ihres internationalen Umfeldes. Dieser Bereich ist durch die Schenkung von Günther Happel nun deutlich vergrößert worden.

historisches museum frankfurt: Sparbücher aus aller Welt

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