Schulterblick in die Instrumentensammlung

Die Musikinstrumente der Sammlung des hmf stehen gut verpackt im Depot. Sie sind so gut verpackt, dass zur Zeit nur äußerst selten ein Blick auf einzelne Objekte möglich ist. Es war also eine besondere Gelegenheit, als die verantwortliche Kuratorin Maren Härtel die freunde & förderer zu einem Schulterblick auf ausgewählte Tasteninstrumente eingelud.

Als „special guest“ kam der Klavierbauer Jan Großbach aus Höchst dazu und brachte auch gleich zwei Instrumente, die er nach historischen Vorbildern gebaut hatte, mit.

Mit großer Fachkenntnis erläuterte Herr Großbach uns die fundamentalen Unterschiede der drei großen Gruppen von Tasteninstrumenten in der Reihenfolge ihres Erscheinens: das Clavichord, das Cembalo und das Hammerklavier.

Aus der Museumssammlung bekamen wir u.a. ein wunderschönes Cembalo und ein Hammerklavier zu sehen. Meistens werden sie nicht restauriert, sondern verbleiben in ihrem ursprünglichen historischen Zustand – und erzählen auf diese Weise ihre eigene Geschichte.

 

historisches museum frankfurt: Schulterblick

Occupy Museum?!

Über ein Jahr ist es nun her, dass das Occupy Frankfurt gegründet wurde, 297 Tage war das Camp am Willy Brandt Platz vor der Europäischen Zentralbank präsent – laut, bunt und umstritten.

Seit knapp einem Jahr steht das historische museum frankfurt mit Aktivist/innen in Kontakt. Uns hat interessiert, was das Phänomen Occupy für die Stadt Frankfurt bedeutet hat: Was hat es bewirkt und bewegt, wen hat es kaltgelassen? Wie wird das Camp und die weltweite Bewegung von Frankfurter/innen wahrgenommen und hat sie auch die Stadt verändert?

In einer kleinen Arbeitsgruppe haben wir gemeinsam diese Fragen diskutiert und nach einer Form der Zusammenarbeit gesucht. Nach einigen – auch erfolglosen – Versuchen erschien uns die Objektübergabe als sinnvolle Form: Das Camp war Alltag, aber auch gelebte Symbolik, Protest hat immer auch dingliche Form – die wollten wir zeigen und sammeln. Eine engagierte Gruppe Occupy-Aktivist/innen machte sich daran, Objekte aus dem Camp zu sammeln, die bedeutsam waren für den Protest, das Camp und den Alltag – hier sind tolle Objekte zusammengekommen: Banner, Zeichnungen, Buttons uvm.

Die kleine & feine Objektsammlung wird am Mittwoch dem Museum übergeben. Impulsvorträge von Wolf Wetzel (Protestforscher) und Dr. Markus Speidel (Kurator Stadtmuseum Stuttgart) erläutern diese Sammlungsstratgie aus verschiedenen Positionen:

Was bedeutet es, wenn aktiver Protest im Museum gesammelt wird? Welche Sammlungsstrategien können Museen fahren und wie funktioniert partizipatives Sammeln?

Auf der anderen Seite geht es Occupy Frankfurt auch darum zu zeigen, was aus Ihnen geworden ist. Wie hat sich die Bewegung entwickelt und wie lebendig ist sie noch?

Wir laden herzlich ein, am Mittwoch, 15. Mai um 18 Uhr (ab 17 Uhr MitmachBuffet) an der Objektübergabe teilzunehmen  – im Anschluss können die Objekte besichtigt und bei einem Glas städtischen Weins die Zukunft der Sammlung und von Occupy Frankfurt diskutiert werden.

Einladung zum Download

Getwittert wird von @histmus, @wolfwetzel @OccupyFrankfurt, @MuseumStuttgart und @projektthiel 

unter #occupymuseum

Der Osthafen als Modell

Die Treuners sind uns ja wohlbekannt, habe sie doch die Frankfurter Altstadt en miniature gebaut, die bei uns im Museum zu bewundern ist.  Wie wir in einer Ausstellung vor einiger Zeit zeigen konnten, haben Hermann und Robert Treuner noch mehr Frankfurt im Modell abgebildet. Damals in der Ausstellung nicht zu sehen (aber in anderen Ausstellungen), war das Modell des Osthafens. Es stammt von 1947 und wurde in diesem Jahr auch vom Museum angekauft. Und es ist riesig! Es besteht gleich aus vier Teilen, die jeweils 1,70 x 1 Meter umfassen.

Der Osthafen wurde unter Bürgermeister Adickes 1912 eröffnet und in den folgenden Jahren stetig erweitert. Das alles haben die Treuners, wie es ihre Art war, akribisch festgehalten.

In Frankfurt Einst? wollen wir zumindest einen Teil im Bereich des Verkehrs  zeigen.

 

Es bleibt spannend!

historisches museum frankfurt: die Halle von G. von OpelAm 13. Februar 2013 wurde eine industrielle Lagerhalle auf dem Gelände des einstigen Firmensitzes des Autohauses Georg von Opel in der Mainzer Landstraße 330-360 abgerissen. Da die Eisenkonstruktion der Halle einst die der Luftschiffhalle vom Rebstock Gelände gewesen sein soll, hat sich das historische museum vor dem Abriss noch einen Teil einer Trägersäule gesichert. An dem Pfeiler sind Granatspuren zu sehen. Plausibel ist dies, da das Industriegebiet in der Mainzer Landstraße im März 1944 und 1945 durch Spreng-und Brandbomben schwer getroffen wurde.

Doch stammt der Pfeiler wirklich einst von der Luftschiffhalle vom Rebstock Gelände? Hier eine kleine Zusammenfassung meiner Recherchen.

Es gab in Frankfurt insgesamt vier Luftschiffhallen: Eine Holz -Zelthalle am Rande der heutigen Kuhwaldsiedlung, errichtet zur Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 1909. Die Halle war 147 m lang, 21 m breit, 20 m hoch, und wurde nach der ILA wieder demontiert. 1911 wurde eine Halle auf dem Rebstock Gelände errichtet. Diese hatte eine Länge von 160 m, eine Breite von 30 m und eine Höhe von 25 m. Als Folge des Versailler Vertrages wurde sie 1922 abmontiert. Auf dem Rhein-Main-Flughafen wurden 1935/1936 zwei Hallen gebaut, die jedoch 1940 gesprengt wurden.

Doch was passierte mit der Luftschiffhalle vom Rebstock Gelände, nachdem sie abmontiert wurde?

Während des Krieges war die große Luftschiffhalle als militärisches Magazin benutzt worden und musste nach dem Versailler Vertrag von 1919 demontiert werden. Dass die Halle nach Abbruch vom Rebstock Gelände 1922 auf dem Opel Gelände wieder aufgebaut wurde, ist möglich, denn durch die steile Aufwärtsentwicklung des Opel-Betriebes nach 1918 wurden in den folgenden Jahren die Gebäude auf dem Baugrundstück Mainzer Landstraße 330-360 erweitert.

Die Eisenträgerteile der Luftschiffhalle könnten eine Wiederverwendung im Bau der Georg von Opel Halle gefunden haben. Vermutlich wurden die demontierten Eisenträger vom Abbruchunternehmen abgekauft und für den Bau der industriellen Lagerhalle verwendet.

Bei weiteren Nachforschungen im Archiv bin ich auch auf Dokumente gestoßen, die beinhalten, dass der Wirtschaftsverband für Handel und Industrie sowie das Messamt sich für die Zeppelinhalle interessierte. Das Messamt wollte die Halle für Ausstellungszwecke auf dem Messgelände nutzen. Unklar bleibt jedoch, ob der Verkauf der Halle an den Wirtschaftsverband für Handel und Industrie oder an das Messamt jemals stattfand.

Ein weiterer möglicher Versuch, nähere Hinweise zu bekommen, wäre die Stahlträger nach Hinweisen von Markierungen von Herstellern abzusuchen, um hier ggf. Übereinstimmungen mit Baufirmen von Luftschiffhallen zu finden.

historisches museum frankfurt: pfeiler aus Zeppelinhalle? im DepotVor 1914 beschäftigten sich verschiedene Stahlbaufirmen mit dem Bau Luftschiffhallen. Während des Ersten Weltkrieges übernahm der Zeppelin-Hallenbau Berlin die Führungsrolle und errichtete die meisten Stahlkonstruktionen, neben MAN , der Gutehoffnungshütte, Oberhausen und der Fa. Seibert Saarbrücken. Die nach 1918 errichteten Hallen wurden mit einer Ausnahme von der Gutehoffnungshütte gebaut. In den 1920er  Jahren kam es zu einem Zusammenschluss von MAN und der Gutehoffnungshütte und zu wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Maybach Motorenwerken und Luftschiffbau Zeppelin.

Vielleicht stammt der Pfeiler aber auch einfach von einer der damaligen Flugzeughallen vom Rebstock Gelände und nicht von der Luftschiffhalle. Denn die meisten der auf den bisherigen Flugplätzen stehenden militärischen Flugzeughallen wurden nach den Bestimmungen des Friedensvertrages von Seiten der Wiederherstellungskommission meist zu sehr billigen Preisen zum Zweck des Abbruchs an Händler verkauft. Die Eisenkonstruktionen sollten nach den Bestimmungen des Kaufvertrages den Käufern zur industriellen Verwertung nach eigenem Ermessen überlassen werden.

Es sind also weitere Recherchen notwendig, um herauszufinden, was eigentlich mit der Zeppelinhalle vom Rebstock Gelände passierte. Es bleibt also weiterhin spannend!

 

 

 

Tagung: “Auf den zweiten Blick”

„Auf den zweiten Blick“ – so wollte die gemeinsame Tagung der Museumsakademie des Universalmuseums Joanneum Graz und des hmf Museumssammlungen neu betrachten! Vom 11. bis 12.4 trafen sich rund 80 Museumsmitarbeiter/innen und Expert/innen im Leopold-Sonnemann Saal!

Abwechslungsreiche Kurzvorträge gaben Einblicke in unterschiedliche Sammlungsstrukturen und -problematiken. Nicht selten war eine Tendenz zum Ausstellen auf Kosten der Sammlungen bemerkbar – kein Wunder, bei dem Tempo, in dem heutzutage Ausstellungen produziert werden. So sind die statischen Dauerausstellungen Auslaufmodell und die flexiblen, modularen Ausstellungen mit wechselnden Sammlungsbeständen ganz im Trend. Beeindruckend zu sehen etwa in der neuen „Auslegeordnung“ des Alpinen Museums der Schweiz (Beat Hächler) und damit der Neubewertung der Objekte – oder auch in der Neukonzeption des GrazMuseums (Otto Hochreither)

Wie wichtig auch thematische und neue kuratorische Zugänge zu Sammlungen sind, zeigten Beiträge, die das Thema Migration in den Mittelpunkt rückten. Frauke Miera, Lorraine Bluche und Susan Kamel stellten ihre Projekte vor, die den Zugang zu Sammlungen neu – etwa durch partizipative Museumsarbeit oder durch Befragung von Objekten nach Migrationsgeschichten – bearbeiten. Wie sehr auch die interne Personalstruktur Einfluss auf die Trennung zwischen Sammlung und Ausstellung hat, zeigte sich im Beitrag von Frank Gnegel (Museum für Kommunikation). Der Wandel vom reinen Sammlungskustos hin zu einem Museumsmanager macht sich momentan jedoch in fast allen Museen bemerkbar – umso wichtiger war es, das Thema Sammlungen auf der Tagung wieder einmal ins Bewusstsein zu rücken.

Dies nur als exemplarischer Einblick – das gesamte Programm gibt’s hier!

Die Exkursionen ins Weltkulturen Museum, Filmmuseum und Städel Museum wurden außerplanmäßig bereichert durch unsere Sammler und Stifter Ausstellung und eine Besichtigung des spektakulären Richard Meier-Baus des MAK, der knapp 20 Jahre nach Eröffnung nun wieder rückgebaut zu bewundern ist. (Dank an Matthias Wagner K)

Doch nicht nur Vorträge, auch Tischgespräche, Exkursionen und ein Abschlusspanel – und natürlich die angenehme Stimmung, nicht zuletzt beim Abendempfang im kinder museum –, machten die gemeinsame Tagung zu einer gelungenen Veranstaltung. Besonderer Dank geht an die Museumsakademie im Joanneum und Bettina Habsburg-Lothringen, die gemeinsam mit Angela Jannelli (hmf) die Tagung vorbereitet hat – die Zusammenarbeit war eine  Freude!

Danke, Eva!

Letzte Woche wurde von uns die Ausstellung Frühe Kunststoffe – Die Sammlung Eva Stille abgebaut.

Bis die neue Ausstellung Zurückgekehrt! Ein Frankfurter Renaissance-Pokal aus der Sammlung Ullmann” Die startet, nutzen wir die Gelegenheit, beim Abbau und Einpacken nochmal an all die vertraut gewordenen Stücke zu betrachten. Wie etwa die hippen Handtaschen, Schönheitspflege- und Raucherutensilien, Thermoskannen und Lineale aus Bakelit, Zelluloid und anderen frühen Kunststoffen. In ihrer Entstehungszeit topmodern und innovativ, versprühen sie heute einen nostalgischen Charme und bringen die Betrachterin auch gerne mal zum Schmunzeln. Spannend war es, nochmal all die schönen und praktischen Dinge in der (behandschuhten) Hand zu halten und zu betrachten, bevor man sie liebevoll verpackt und ins Depot bringt….

Danke, liebe Eva Stille, für diese tolle Sammlung!

Schaut die Dosen an!

Nur noch bis Ende März sind die Stücke aus der Sammlung Eva Stille zu sehen – dann verscwhwinden die diversen Behältnisse, Tassen, Plattenspieler und Nähmaschine aus Kunststoffen wie Bakelit oder Celluloid wieder ins Depot! Und so schnell werden sie dann nicht wieder zu sehen sein. Deswegen: Hingehen und anschauen!
historisches museum frankfurt: Fruehe Kunststoffe Foto: H. Ziegenfusz

Sammelleidenschaft auch bei den freunden & förderern?

Eine Gruppe hoch interessierter Mitglieder ließ sich neulich von Kurator Frank Berger in die individuell gestalteten Kabinette der Frankfurter Sammler- und Stifter führen.

Johann Martin Waldschmidt zum Beispiel systematisierte und erweiterte als Sammler und Stadtbibliothekar in der Zeit von 1650‐1706 die ‘städtische Kunst‐ und Wunderkammer’, die heute als Keimzelle des historischen museums gilt.

Um dies zu illustrieren, ist ‚sein‘ Museumsraum sehr stimmungsvoll gestaltet: einmal als Bibliothek mit einem riesigen Wandschrank, der die eindrucksvollen Lederrücken alter Bücher aus dem 16. Jahrhundert hinter Glastüren zeigt, und eben als Wunderkammer, die Artificialia, Antiquitates und Naturalia ausstellt. Unter diesen Preziosen lassen sich viele spannende Entdeckungen machen.

Dazu gehört unter anderem der kostbare Globus, den der Kosmograf Johannes Schöner im Jahr 1515 anfertigte. Dieser Globus ist die erste Weltkugel, auf welcher der Name “AMERICA” erscheint.
1749 kam die Sammlung Barckhaus in die Stadtbibliothek und mit ihr das in Frankfurt berühmte Glock’sche Münzkabinett.

Als Besucher können wir die Atmosphäre der ehemaligen Sammlerkabinette nachempfinden, wie sie in Frankfurter Familien üblich waren. Nicht nur Gelehrte, sondern gerade interessierte Bürger trafen sich im privaten Rahmen, zeigten sich gegenseitig ihre Sammlungen, bildeten sich darüber in Gesprächen und pflegten auf diese Weise den intellektuellen Austausch.

Es macht uns Spaß, sich in die teilweise noch umfangreich erhaltenen Sammlungen zu vertiefen und längst versunkenen Welten nachzuspüren.

Aber heute? Welche Kollektionen würde ein Sammler heute aufbauen? Gibt es wohl da Leidenschaft und Interesse unter den freunden & förderern? Wir wissen es nicht……

historisches museum frankfurt: freunde & förderer bei bei waldschmidt

Ein Stück Zeppelinhalle im Depot

Der erste Frankfurter Flughafen befand sich auf dem Rebstockgelände. Dort fand im Jahre 1909 die erste Internationale Luftfahrt-Schau statt, die ILA. Die großen Attraktionen der ILA waren die Luftschiffe der Firmen Zeppelin und Parseval. Für die Unterkunft der Luftschiffe wurden große Hallen in Eisenkonstruktion gebaut. Der Flughafen am Rebstock war bis 1936 in zivilem Betrieb. Dann wurde der Flughafen im Stadtwald erbaut.

Eine Halle der Luftschiffe wurde nach Verlegung des Flughafens zweckentfremdet. Sie wurde abmontiert und an der Mainzer Landstraße wieder aufgebaut. Hier war sie eine industrielle Lagerhalle in Gebiet des Georg von Opel Geländes, einstmals des größten Autohauses in Deutschland. Diese Halle wurde am 13. Februar abgerissen.

Doch vorher konnte das historische museum tätig werden. Wir bekamen von den Kollegen der Frankfurter Feuerwehr den Hinweis, dass hier ein Abriß geplant ist. Zwei Kuratoren eilten an den Ort des Geschehens. Es war noch nicht zu spät. Die Halle stand noch. So konnten wir einen freundlichen Mitarbeiter vor Ort bitten, eine Säule der Luftschiffhalle für uns zu bergen. Er barg eine Trägersäule und flexte sie in 2,20 m Höhe ab. Das 160 kg schwere Teil konnte umgehend in das Depot des Museums abtransportiert werden, ein kostbares Dokument der Frankfurter Verkehrsgeschichte.
Der Pfeiler wird nun in Frankfurt Einst? eingeplant – vorher überprüfen wir aber noch die Geschichte!

Museumsding oder nicht?

historisches museum frankfurt: Peitschenkegel aus Schokolade

Als Kuratorin muss man sich ja häufig mit der Frage herumschlagen, welches Objekt man letztendlich in die Sammlung aufnimmt oder nicht. Zum Glück gibt es definierte Sammlungsbereiche und einige Hilfestellungen in Form von allerlei Leitfäden – wie der etwa vom Deutschen Museumsbund.
Bei diesem Objekt ging es nun nicht so sehr um die Frage, ob wir es in die Sammlung aufnehmen – denn dazu hatten wir uns bereits entschieden, als wir die Sammlung Binding aus Marbach übernahmen. Es ging nun um die Frage: können wir das Objekt materialgerecht lagern? Im Peitschenkreisel-Set – einem Spiel, das hierzulande gerne im 18. und 19. Jahrhundert praktiziert wurde – lagen nicht nur Kreisel aus Holz, sondern auch aus Schokolade. Wir konnten nicht genau feststellen, von wann das Set ist, ob es von Rudolf G. Binding selbst stammt oder von seinen Kindern. Aber das wäre auch schon länger her – die Schokolade ist also gleich mehrere Jahrzehnte alt… Die Gefahr, dass sich darin irgendwelches Getier aufhält oder bei widrigen Umständen einfach schmilzt und alle andere Objekte damit “ansteckt” ist groß.  So haben wir uns entschieden, die Schokolade sicherheitshalber zu entsorgen und fotografisch zu dokumentieren.

Über Dinge im Museum und was sie uns erzählen können, wenn sie gerade mal nicht aus Schokolade sind, geht es übrigens heute Abend im Vortrag mit Professor Thomas Thiemeyer aus Tübingen!

historisches museum frankfurt: Peitschenkreisel aus Schokoklade