Von Nina Gorgus, 29. Mai 2012
Was für ein Wochenende! Über 8.000 BesucherInnen wollten die Reichsinsignien in der unteren Saalhofkapelle sehen oder die Uhr im Rententurm ticken hören. Im Rententurm war es natürlich eher etwas warm – dafür in der Stauferzeit umso kühler. Und wenn die BesucherInnen mit einem großen Umschlag durch das Haus liefen, war klar: da hatte jemand im Bernusgewölbe beim kinder museums-Team Papier geschöpft!
Auch die Bibliothek der Alten war gut besucht, ebenso wie die Modelle: das Treuner-Modell funktionierte wie immer als Besucher-Magnet. Und dass wir richtig liegen, wenn wir die Altstadtdebatte zu einem Thema in Frankfurt Einst? machen, hat sich einmal mehr bestätigt: am neuen Umgebungsmodell, das eigentlich vorrangig unseren geplanten Museums-Neubau zeigt, aber auch die geplanten Rekonstruktionen auf dem Dom-Römer-Areal, wurden hitzige emotionale Diskussionen geführt, wie nun die Altstadt auszusehen hat…. Zum Glück konnte man sich im Café der freunde & förderer etwas abkühlen!
Auch beim mental mapping für Frankfurt Jetzt! haben sich viele mit tollen persönlichen Stadtplänen von Frankfurt verewigt – wir sind schlichtweg begeistert von all unseren BesucherInnen, sagen DANKE und freuen uns über viele weitere Besuche!
Wir haben sehr sehr viele positive Rückmeldungen bekommen – dafür danken wir ganz herzlich! Auch vielen Dank für weitere Anregungen – in der nächsten Zeit werden wir versuchen, diese zu berücksichtigen…
Und nun läuft wieder der ganz “normale” Museumsbetrieb bzw. bereiten wir den Aufbau des Sammler- und Stiftermuseums vor. Davon demnächst mehr!
Von Susanne Gesser, 15. Mai 2012
Natürlich erwartet die BesucherInnen ab dem Eröffnungswochenende auch Medienstationen. Die Medienstationen für den Rententurm und die Stauferzeit wurden inhaltlich sorgfältig und aufwändig vorbereitet: Inhalte wurden recherchiert, Texte geschrieben und übersetzt, dann die Audiotexte im Tonstudio eingesprochen. Aus der Fülle unserer Graphischen Sammlung wurden Bilder herausgesucht, fotografiert und digitalisiert und zu ansprechenden Medieneinheiten programmiert. Nun ist die technische Einrichtung und Montage an der Reihe, damit zur Eröffnung alles auch angesehen werden kann.
Seit gestern sind die Handwerker vor Ort und kümmern sich darum, teilweise unter recht beengten Verhältnissen.
Von Dorothee Linnemann, 4. Mai 2012
Wer jetzt am Rententurm vorbei geht, weiß nun wieder, ob sie/er pünktlich unterwegs ist. Denn seit dem 2. Mai, 12.39 Uhr, tickt die Uhr am Turm wieder - genauer nun zwei vollendete Zifferblätter mit vier goldenen Zeigern. Ein weiteres Objekt hat seinen Platz im frisch sanierten Altbau gefunden!
Nachdem in der letzten Woche das Uhrwerk in eine Vitrine in das Innere des Rententurms am Fahrtor verbracht wurde und dort in Betrieb genommen werden konnte, wurden nun zuletzt die Zeiger an den Zifferblättern draußen an der Turmfassade angebracht und mit der Mechanik im Inneren des Turms verbunden. Dank des Restauratorenteams kann das Uhrwerk wieder mit einem Motor und Windenzug im Inneren des Turms laufen und die Zeiger am Turm in Gang bringen.
Während das Uhrwerk und sein Mechanismus im Innern des Turms nun in einer gläsernen Vitrine ab dem 26. Mai allen Besucher/innen präsentiert werden, läst sich das glänzende Resultat an der Außenfassade hervorragend vom Eisernen Steg beobachten.
Von Dorothee Linnemann, 2. Mai 2012
Für die Eröffnungsfeiern der historischen Altbauten des Museums am Pfingstwochenende ab dem 26. Mai sind die Vorbereitungen weit voran geschritten. Ein Highlight als Andenken zum Mitnehmen wird der Rententurm zum Aufessen sein, der für kleines Geld im Informationscafé der freunde und förderer des historischen museums zu bekommen sein wird!
Während der Rententurm - zentrales Wahrzeichen des Museums und der Frankfurter Altstadt -, seit Jahrhunderten das Stadtbild prägt, wird das 15cm hohe Mürbeteig-Pendant wohl nicht so lange Bestand haben… Wir hoffen, das das Plätzchen, dessen Erlös in die Museumsarbeit fließt, allen Museumsbesucher/innen gefällt und trotzdem aufgegessen wird!
Damit allerdings der Gebäck-Rententurm von der Konditorei Hollhorst gefertigt werden kann, muss eine Ausstechform hergestellt werden. Dies hat dankenswerterweise die Hochschule für Gestaltung in Offenbach in ihre Hände genommen. Nun entstehen zwei Formen, die neben der Silhouette des Rententurms auch die Uhr im Relief und weitere Details auf das Plätzchen bringen werden… Eine erste Idee, wie das Plätzchen aussehen kann, zeigt schon ein erster Probeversuch der Konditorei Hollhorst noch ohne Form und frei Hand gearbeitet.
Schon der erste Entwurf lässt ahnen, dass der Rententurm zum Anbeißen ist…
Von Nina Gorgus, 23. April 2012
Kaum zu glauben, aber wahr: diese im Rententurm verbauten Steine sind auch ein Stück Frankfurter Altstadt! Freilich erkennt man sie nicht sofort: Nach der Zerstörung 1943/44 wurden auch die Häuserreste der Altstadt verwertet und zu Steinen verabeitet, die dann für den Wiederaufbau der Stadt verwendet wurden. Dafür wurde eine Trümmerverwertungsgesellschaft gegründet. Hier sieht man die Steine im Innern des Rententurms. Ab 26. Mai können Sie selbst einen Blick auf dieses außergewöhnliche Stück Altstadt werfen.
Von Nina Gorgus, 19. April 2012

Ein sympathisches Projekt wurde uns neulich vorgestellt, das nun Teil der Luminale 2012 ist: Kopf Hoch Frankfurt ist ein Projekt von Daliah Ziper. Daliah Ziper hatte die Idee, etwas ganz Alltägliches unter die Lupe zu nehmen, das uns schon nicht mehr auffällt, uns aber vor allem nachts unterstützt: Es geht um die Straßenlaternen in Frankfurt. Nach oben muss man schauen, um die “stillen Lichtspender” überhaupt erst zu entdecken. Und derer gibt es viele!
Bei den über 56.000 Frankfurter Stromlaternen etwa hat Ziper über 40 verschiedene Arten entdeckt – es gibt wohl bis ca. 400 verschiedene Ausführungen – wie den “Vektor” (Mainufer) den “Koffer”, die “Kugel” (Grüngürtel)….
Während der Luminale lädt das Projekt ein, mal gezielt nach oben zu schauen. Aber auch danach schadet es ja nicht, mal nachzuvollziehen, wer uns nachts heimleuchtet.
Keine Straßenlaterne, wirkt aber wie eine und ist auch schon museumsreif:

Von Nina Gorgus, 17. April 2012
Gestern ging es los: Die Lichtinstallation im Rententurm wurde gestartet. Die Idee dahinter: der Nachtwächter ist mit seinem Licht im Rententurm unterwegs… Bis zum 20. April kann das Schauspiel als Teil der Luminale- am besten vom Eisernen Steg aus – beobachtet werden.
Von Nina Gorgus, 10. April 2012
Anlässlich der Luminale wird der Rententurm zum Leuchtturm des Mainufers.
Hier ist schon mal die Ankündigung in der Broschüre – in echt wird es natürlich noch viel schöner!

Wer zur Vernissage (im ehemaligen Presseclub) am 16. April kommen möchte, sollte sich dafür im Büro der Bauleitung anmelden, Saalgasse 30, Tel. 069 / 212-37773.
Von Sebastian Steenpaß, 2. April 2012

Am 22. Juli 1342 ereignete sich die wohl schwerwiegendste Überschwemmung des Mains, die Frankfurt in seiner Historie je erlebte. Das Magdalenenhochwasser, benannt nach dem St. Magdalenentag (der für den 22. Juli entsprechende kirchliche Jahrestag), fand seinen durch ein Mittelmeertief verursachten negativen Höhepunkt nicht nur im Main, sondern auch in anderen bedeutenden Flüssen Mitteleuropas, etwa der Donau, dem Rhein, der Mosel und der Elbe. Weite Teile von Städten wie Frankfurt, Köln, Würzburg, Prag oder Wien wurden zerstört, insbesondere deren (steinerne) Brücken und flussnahen Gebäude.
In Andenken an jenes Jahrhundert-Hochwasser wird im Rententurm ab 26. Mai 2012 ein Stück aus der im Zweiten Weltkrieg vollkommen ausgebrannten Weißfrauenkirche (Degussa-Areal) zu bestaunen sein. Er zeigt die Rekordhöhe des Wasserstandes von etwa 7,82 m an und befand sich bis dato in einem Außendepot des historischen museums. In den kommenden Tagen steht der Transport des Objekts in seine neue Stätte an. Wenn auch nicht am identischen Ort, wird der quaderförmige Stein dennoch auf der gleichen Höhe angebracht sein, an der er sich in der ehemaligen protestantischen Kirche befand – in der Hoffnung, dass ein ähnliches Hochwasser nie mehr stattfinden möge!
Von Nina Gorgus, 27. März 2012
 
Wenn man nun schon mal am Rententurm steht, lohnt es sich doch, die Adler zu bewundern – hier sind zwei von ihnen: der doppelköpfige Reichsadler des Heiligen Römischen Reiches auf dem Rententurm, der jetzt zur Gesellschaft das Ziffernblatt erhält.
Schwerer einzuordnen ist der doppelköpfige Adler auf dem Zollgebäude – hier fehlt die Krone. Eine eindeutige Zuordnung ist schwierig: Das Zollgebäude wurde nach Abriss des Fahrtores gebaut; ein Erker des Fahrtores wurde hier integriert. Der Adler könnte sogar aus der Zeit um 1848 stammen, aber: auf wen verweist er?
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