Im Ruderboot auf dem Römerberg – Das Making-Off

Und es geht! Für einen Pressetermin griff unser Direktor beherzt in die Ruder. Es dürfte der gefühlt kälteste Tag dieses Winters gewesen sein, als Jan Gerchow und die Journalistin von der Bild-Zeitung Andrea Adelhardt zu einer Bootstour auf dem Binnengewässer „Baugruben-See“ vor dem historischen museum aufbrachen.

Hintergrund der Bootsfahrt war das Interesse der BILD-Zeitung für das historischen museum, seinen Neubau und den Stauferhafen. In einer spektakulären Aktion wurde zunächst der Fotograf mit dem Boot an das „Ufer“ der Baugrube gebracht. Jan Gerchow und die Journalistin mussten dann bei hohem Wellengang und niedrigen Temperaturen so einige Runden auf dem See drehen, bis die Bilder perfekt waren. Doch Jan Gerchow erwies sich durchaus als geübter Steuermann und so erreichten alle Beteiligten wohlbehalten den Treppenaufgang zum Ausstieg aus der Grube.

Wie schön, dass nun seit Samstag noch mehr Frankfurter wissen:  Ab Herbst 2016 wird der Neubau mit Blick auf den „Hafen der Kaiser“ eröffnet.

Land unter… Stauferzeitliche Hafenmole konservatorisch durch Schutzschicht gesichert!

Der archäologische Sensationsfund im Baufeld des Museumsneubaus, die stauferzeitliche Hafenmole, war vorerst nur kurze Zeit aus den Fenstern des Saalhofs zu sehen…. In den letzten Tagen ist der archäologische Fund wieder bedeckt worden, um vor allem die Holzbalken vor Verwitterung zu schützen.

Für einen erneuten Blick auf die stauferzeitliche Hafensituation dauert es noch ein wenig: Wieder sichtbar wird aber die Hafenmole mit dem Entstehen des Neubaus, der voraussichtlich 2015 eröffnet wird, wo sie Teil der Museumsausstellungen werden soll. Bis dahin empfiehlt sich zur Information über den stauferzeitlichen Hafen das digital erläuterte Stadtmodell in der Dauerausstellung zur Stauferzeit

 

Der Hafen ist rot markiert

Wir haben natürlich unseren tollen Hafenfund in die Ausstellung integriert: Im Stauferzeitmodell, das natürlich in der Stauferzeit steht und auf dem die Stadtgeschichte projiziert wird, ist der Ort der Mole rot markiert. Damit wird auch die Frage beantwortet, warum der Stauferturm am Main lag…. Und wer es ganz genau wissen möchte, der kommt heute zur Kuratorenführung mit Frank Berger und macht sich selbst ein Bild der Örtlichkeiten

 

 

 

Archäologische Sensation im Baufeld

Die  Baugrube für das neue Museumsgebäude unmittelbar neben dem staufischen Bau liegt auf historischem Boden. Uns war klar, dass die staufische Umfassungsmauer des Saalhofs in unserem ehemaligen Innenhof liegt. Diese Mauer war im 13. und 14. Jahrhundert zugleich Teil der staufischen Stadtbefestigung. Tatsächlich haben die Bauarbeiter beim Erdaushub diese Mauer „getroffen“, und die Archäologen vom Denkmalamt haben die gut erhaltenen Mauerfundamente freigelegt. Aber erst beim Vordringen in tiefere Erdschichten kam die  Überraschung zu Tage: Vor der staufischen Stadtmauer befindet sich eine gepflasterte Wegsituation mit einem Holzbalken als Abschluss. Es handelt sich dabei nach größter Wahrscheinlichkeit um eine staufische Hafen- oder Molenbefestigung.
Einer der  beiden Balken aus Eiche wurde dendrochronologisch untersucht und auf das Jahr 1303 datiert.  Zu dieser Zeit ist dort das letzte Mal ein Holzbalken eingesetzt worden, die alle 20 bis 30 Jahre erneuert werden mussten. Alle übrigen (Klein-)Funde wie Keramikscherben, Teile von Schuhen, Ledereimer sind eindeutig dem 13. Jahrhundert zuzuordnen.
Solche Hafenanlagen des Hochmittelalters sind eine große Seltenheit, weil Fluss- oder Seehäfen immer wieder erneuert und modernisiert werden mussten. In Frankfurt blieb der Hafen der Stauferzeit nur deshalb erhalten, weil circa 150 Jahre nach der staufischen Stadtbefestigung schon ein zweiter Mauerring errichtet wurde, und der lag im Bereich des Saalhofs weiter südlich, näher am Main. Danach schüttete man den stauferzeitlichen Hafen zu und überbaute ihn  – weshalb er heute noch erhalten ist.

Der Tag danach

Was für ein Wochenende! Über 8.000 BesucherInnen wollten die Reichsinsignien in der unteren Saalhofkapelle sehen oder die Uhr im Rententurm ticken hören. Im Rententurm war es natürlich eher etwas warm – dafür in der Stauferzeit umso kühler. Und wenn die BesucherInnen mit einem großen Umschlag durch das Haus liefen, war klar: da hatte jemand im Bernusgewölbe beim kinder museums-Team Papier geschöpft!

Auch die Bibliothek der Alten war gut besucht, ebenso wie die Modelle: das Treuner-Modell funktionierte wie immer als Besucher-Magnet. Und dass wir richtig liegen, wenn wir die Altstadtdebatte zu einem Thema in Frankfurt Einst? machen, hat sich einmal mehr bestätigt:  am neuen Umgebungsmodell, das eigentlich vorrangig unseren geplanten Museums-Neubau zeigt,  aber auch die geplanten Rekonstruktionen auf dem Dom-Römer-Areal, wurden hitzige emotionale Diskussionen geführt, wie nun die Altstadt auszusehen hat…. Zum Glück konnte man sich im Café der freunde & förderer etwas abkühlen!

Auch beim mental mapping für Frankfurt Jetzt! haben sich viele mit tollen persönlichen Stadtplänen von Frankfurt verewigt  – wir sind schlichtweg begeistert von all unseren BesucherInnen, sagen DANKE und freuen uns über viele weitere Besuche!

Wir haben sehr sehr viele positive Rückmeldungen bekommen – dafür danken wir ganz herzlich! Auch vielen Dank für weitere Anregungen – in der nächsten Zeit werden wir versuchen,  diese zu berücksichtigen…

Und nun läuft wieder der ganz “normale” Museumsbetrieb bzw. bereiten wir den Aufbau des Sammler- und Stiftermuseums vor. Davon demnächst mehr!

 

Countdown Eröffnung: Die Spur der Steine

Ein – oder besser gesagt mehrere – Meilensteine auf dem Weg zum Eröffnungswochenende der Altbauten vom 26. bis 28. Mai wurden gestern im Untergeschoss des Saalhofes genommen. Für die Ausstellung zur “Stauferzeit“, die hier bald dauerhaft beheimatet sein wird, wurden mehrere steinerne Zeitzeugen mit einem Flaschenzug zu ihrem Bestimmungsort auf den Boden des Bauwerks gehievt.

In der Ausstellung werden sie den Besuchern, die auf einem Steg etwa einen Meter über dem Grund wandeln, von der Geschichte des Saalhofs erzählen. Auf dieser “Spur der Steine” kommen sowohl vier in der Mitte gelochte Exemplare zu Wort, die einst einen Kanal bildeten, als auch der fast 900 kg schwere “Knoblauchstein”, den das Wappen des einstmaligen Herrn des Saalhofes, Jakob Knoblauch, ziert.

Countdown Eröffnung: Die Modelle kommen! Heute: die Stauferzeit

Diese Woche geht es im Saalhof rund: die Modelle werden eingebracht und aufgestellt. Den Anfang macht das Modell zur Stauferzeit.

Der Ausstellungsbereich Stauferzeit – natürlich am authentischem Ort, im Stauferturm – hat vier Teile. Hier sind nicht nur Bodenfunde wie Siegel, Münzen oder Bauskulpturen zu sehen, sondern im Fundamentbereich des Turms wird auch ein großes Modell des stauferzeitlichen Frankfurts aufgestellt.

Gebaut wurde das Modell von Marc Grellert nach dem Konzept von hmf-Kurator Frank Berger. Ausgangspunkt ist das Frankfurt, wie es sich um 1260 rund um den Saalhof präsentierte, also mit kirchlichen und weltlichen Bauten oder mit dem Wegenetz. Es handelt sich aber nicht nur einfach um ein sehr schönes und sprechendes Modell: hinzu kommt eine mediale Inszenierung, die erzählt, was zuvor und danach in Frankfurt geschah… Lassen Sie sich überraschen!

 

 

 

Angekommen!

Am Donnerstag letzter Woche kamen die ersten Ausstellungsstücke im renovierten Altbau an – über den Stein vom Magdalenen-Hochwasser haben wir ja schon berichtet. Neben kleineren Stücken gab es auch einige schwere und deshalb schwierige Transporte. Große Steine, ein Teil einer Säule und eine lange, hölzerne Rinne (Leitung) wurden in die neuen Räume des historischen museums transportiert. Für die hölzerne Wasserrinne – ein archäologischer Fund um 1200 – war besonders viel Vorsicht, Anstrengung und Kraft gefordert, wie man auf dem Foto sehen kann.

Die Stauferzeit, ausgelegt

Wenn wir am 26. Mai die historischen Bauten eröffnen, dann wird auch an die Stauferzeit in Frankfurt erinnert: im gesamten Untergeschoss des Stauferbaus ist dann die staufische Geschichte Frankfurts zu sehen. Neben zwei Modellen werden alle Skulpturen der Stauferzeit ausgestellt, die noch im Museum lagern.

Hier im Depot werden die Stücke aus dem Saalhof schon einmal ausgelegt bzw. aus dem Regal geholt, damit ein Steinrestaurator sie nochmals reinigen kann, bevor es ins Museum geht. Auf dem letzten Bild sind übrigens drei Knoblauchknollen zu sehen – das Wappen der alteingessenen Frankfurter Familie Knoblauch!