Ist das Kunst?

Blasebalg zum Reinigen von Setzkästen, Fotografie um 1920 bis 1930 (c) historisches museum frankfurt

Was ist Kunst und was macht etwas zu Kunst?

Im historischen museum stellt sich bei der Betrachtung der für ein stadtgeschichtliches Museum typischen und breiten Objektvielfalt - vom Bembel über historische Spielkarten bis zu Gemälden - die Frage immer wieder. Ist es die künstlerische Originalität, die einen Gegenstand zu einem Kunstwerk macht? Ist die Funktionalität eines Gegenstandes Ausweis des Objekts als Alltagsgegenstand in Abgrenzung zum Kunstwerk? Und in welcher Form spielt diese Einschätzung für die Bewahrung von Gegenständen eine entscheidende Rolle?

Dass diese Fragen nicht leicht zu beantworten sind, zeigen die beiden Fotografien, die im Objekt-Konvolut von der D. Stempel AG heute im historischen museum liegen – es könnte sich bei dem oberen Gezeigten um eine künstlerische Installation handeln, auf den zweiten Blick und in Verbindung mit dem weiteren Foto verändert sich die Wahrnehmung des merkwürdigen ‘Exponats’ zu einem Alltagsgegenstand: einem Blasebalg für Druckerei-Setzkästen der D. Stempel AG aus den 1920er oder 1930er Jahren.

Verantwortlich für eine erste Wahrnehmung des Bildes als Fotografie eines Kunstobjekts ist aber vor allem die Wahl der/des Fotografen/in, den Blasebalg auf einem Podest frontal vor einer weißen Wand zu fotografieren, eine typische Form der Exponatfotografie. Das Wissen der/des Betrachters/in  um diese Bildformel verleitet deshalb dazu, das Objekt als Kunstwerk wahrzunehmen – aber vielleicht ist es doch Kunst – oder nur ein Blasebalg?

Reinigung von Setzkästen bei der Stempel AG, Fotografie um 1920 bis 1930 (c) historisches museum frankfurt

Bald tickt es wieder im Rententurm

Hier steht sie noch im Depot und glänzt vor sich hin: die frisch restaurierte Uhr des Rententurms.

Ab vorraussichtlich April / Mai 2012 steht das frisch restaurierte historische Uhrwerk, das wieder den Takt gefunden hat, im Rententurm. Er wird mit einer neuen Dauerausstellung erstmals in seiner Geschichte für Publikum zugänglich sein!

Nach der Restaurierung von vielen Einzelteilen, von Platine, Welle, Schraube, Palette usw., Reparaturen und Ausstausch von mechanischen Teilen, die das Funktionieren der Uhr wieder ermöglichen, war die Probe-Inbetriebnahme der Uhr in der Metallrestaurierung erfolgreich.

Einen Eindruck, was eine solche Restaurierung für ein Objekt bedeuten kann, vermitteln die ‘Vorher-Nachher-Fotos’ (wenn auch nicht vom selben Objekt): Während vorher Schmutz und Beschädigungen das Aussehen der Uhr stark geschmälert haben, glänzen nun die Metalllegierungen und Vergoldungen wieder.

Nicht wie neu, sondern ein beeindruckendes historisches Relikt!

Die historische Turmuhr wird im Rententurm in den Innenräumen gezeigt, während Kopien der alten Zifferblätter außen an den Turmseiten nach Süden und Westen angebracht werden. Die Uhr wird so auch für Frankfurter/innen und Besucher/innen von weitem zu sehen sein und helfen, immer die Zeit parat zu haben!

Weitere Informationen zur Restaurierung und zur Uhr auf unserer Homepage! Der Einbau der Turmuhr im Rententum findet Ende Januar / Anfang Februar statt - darüber aber dann mehr …

Auch die Haustechnik und der Handwerkerdienst verlassen die Saalgasse.

Die Haustechnik und die Haushandwerker treffen die ersten Vorbereitungen für den anstehenden Umzug von der Saalgasse in den Westen Frankfurts. Die neuen Büromöbel werden bereits aufgebaut. Für den Umzug der Maschinen und der Werkstatteinrichtungen werden dann später professionelle Kräfte einer Spedition verantwortlich sein. Der Umzug der Verwaltung und des Handwerkerdienstes wird am 21. März durchgeführt. Ab dem 22. März werden dann die angeschlossenen Häuser des historischen museums frankfurt, das Kindermuseum an der Hauptwache, das caricatura am Weckmarkt und das Porzellanmuseum im Kronberger Haus in Frankfurt-Höchst aus den neuen Räumen und Werkstätten versorgt.