Wo sind die Toiletten?

Einer der häufigsten Fragen an die Kollegen, die an der Kasse und in den Ausstellung arbeiten, ist die Frage nach der Toilette.

Obwohl wir für unsere Orientierungsgrafik ein international übliches Zeichen verwenden, ist das Finden der Örtlichkeit bei uns im Museum nicht so einfach.

WC-Orientierungsgrafik

Vielleicht sollten wir uns von den Kollegen im Papiermuseum Taipei anregen lassen und deren Grafik für die Kennzeichnung der WC’s vewenden.

Die sind doch einseutig, oder?

papiermuseum-Taipei-WCpapiermuseum-Taipei-WC (1)

Restaurator mit Draisine

Noch ein neuer Kollege! Christoph Wenzel nimmt sich nun unseren Holzobjekten an. Nach Stationen in Köln, München und wieder Köln kennt er sich darüber hinaus auch gut mit Kunststoffen aus. In Köln arbeitete er zuletzt an einem Projekt über DDR-Alltagskultur aus Plaste mit – Erfahrungen, von denen natürlich auch unsere Kunststoffsammlung profitieren wird. Wir sind sehr froh, dass die Restauratorenetage wieder komplett ist!

Dass Christoph Wenzel schon mächtig viel zu tun hatte, versteht sich von selbst… auf der Liste stand etwa neben Depotumzug auch die Bearbeitung einer Leihanfrage aus Mannheim: unsere Draisine soll statt im Depot in einer  neuen Dauerausstellung glänzen.

Auf dem Foto ist auch die  Laufmaschine zu sehen, die wohl ein/e Frankfurter Bürger/in im 19. Jahrhundert nach Vorlagen der Erfindung von Karl Drais gebaut hat. Das sehr seltene Stück ist nun bald im  Technoseum zu sehen – wir werden darüber berichten, wenn die Laufmaschine  steht.

historisches museum frankfurt: neuer holzrestaurator

 

Auf der Suche nach der eigenen Familie

Viele Menschen bewegt die Suche nach den eigenen Wurzeln, nach ihrer Familie und somit auch nach der eigenen Identität. Mir geht es da nicht anders.

Wie weit können Sie eigentlich Ihre Familie zurückverfolgen? Ausprobiert habe ich das am Samstag gemeinsam mit anderen Teilnehmern des Workshops „Personen und Familien im frühen Mittelalter“, der von Professor Volkard Huth vom Institut für Personengeschichte aus Bensheim im Rahmen des Ersten Tages der Regionalgeschichte veranstaltet wurde. Und um ehrlich zu sein: den meisten von uns ist es nicht leicht gefallen, die Verzweigungen der eigenen Familie auf einem Blatt Papier festzuhalten! Bei den Großeltern oder spätestens bei den Urgroßeltern mussten wir kapitulieren.

Aber was ist, wenn man den Blick weiter zurückwirft, in eine ferne Epoche wie das Frühmittelalter, welche von unserer heutigen Lebenswirklichkeit so weit entfernt ist? Was bedeuten die Begriffe Familie oder Person in dieser Zeit? Können wir Personen und Gruppen des frühen Mittelalters näher kommen und sie vielleicht sogar in ihrer Individualität begreifen? Welche Mittel stehen uns für diese Spurensuche eigentlich zur Verfügung? Durch welche Filter müssen wir hindurch sehen, um hier weiterzukommen? Wo liegen Möglichkeiten, aber auch Grenzen unserer Neugier nach den Lebenswelten vergangener Epochen?

Schnell wurde uns klar, dass unsere Vorstellung von Familie auf das 18. Jahrhundert zurückgeht. Die familia lässt sich im frühen Mittelalter nicht auf die biologische Abstammung reduzieren, sondern umfasste einen häuslichen Verbund, einen eigenen Friedens- und Rechtsbereich. Die Individualität einer Person, die aus unserer Perspektive so wichtig ist und über die wir uns definieren, lässt sich für das frühe Mittelalter nicht denken, was mit der damaligen Gemeinschaftsbindung zusammenhängt. Genauso wenig wird es uns übrigens gelingen, den Großteil der Bevölkerung zu erfassen.

Aber die Geschichtswissenschaft hat unterschiedliche Quellengattungen fruchtbar gemacht, die uns bei der Suche weiterhelfen. Besonders interessant fand ich Herrn Huths Verweis auf die sog. Verbrüderungsbücher, bei denen es sich um Memorialquellen für das Seelenheil, um Zeugnisse des liturgischen Gedenkens handelt, die von den Klöstern untereinander ausgetauscht wurden. Hier sind sowohl Personen als auch ganze Personengruppen aufgelistet, welche auch die untere Gesellschaftsstrategie umfassen. Mitunter sind die benutzten Zettel und Rotuli chaotisch beschrieben, wollte doch jeder ein Plätzchen auf dem Pergament erhalten, um in die Fürbitte der Mönche aufgenommen zu werden.  Für die Forscher von heute sind diese Quellen von großem Wert. Durch den akribischen Vergleich der Listen untereinander ist es nämlich möglich, einzelne Gruppen zu formieren.

In jüngster Zeit macht sich die Forschung übrigens noch andere Quellen und Methoden zunutze, um die Personen der Vergangenheit für uns greifbar zu machen. Interdisziplinäre Vorhaben der Geschichtswissenschaft, der Archäologie und Medizin ermöglichen dadurch neue Sichtweisen auf vergangene Epochen über DNA-Analysen und so mancher Bösewicht shakespearescher Prägung, wie in jüngster Zeit der englische König Richard III., wird für uns über seine Nachfahren wieder lebendig.

Juhu, neue Kolleginnen!

Wir haben ja viele Baustellen – nicht nur die große am See: Wir planen außerdem noch diverse Ausstellungen, Veranstaltungen, ein neues Museum….

So ist es nun umso schöner, dass endlich personelle Verstärkung eingetroffen ist. Der Historikerin Anne Gemeinhardt ist die Frankfurter Museumsszene nicht fremd,  hat sie doch hier schon  für das Jüdische Museum gearbeitet. Gewissermaßen ist sie nur ein paar hundert Meter am Main entlang gewandert, um nun bei uns im historischen museum die Abteilung Vermittlung und Bildung zu übernehmen. Eine ihrer ersten Aufgaben ist die Planung der Nacht der Museen am 4. Mai.

Ihr gegenüber hat Karen Knoll Platz genommen – eine echte Frankfurterin, die schon als Kind regelmäßig ins historische museum kam und später u.a. im Presse-Team des Mousonturms und des  Museums für Moderne Kunst tätig war. Nach einem Ausflug in die Schweiz  ist die Theraterwissenschaftlerin nun unsere Ansprechpartnerin in Sachen Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Als Einstieg gab es gleich die Ausstellung Sammelfieber im kinder museum zu betreuen.

Wie man sieht: die Schreibtische sind schon gut belegt, denn es gibt viel zu tun. Und wir freuen uns alle sehr über die tatkräftige Unterstützung.

historisches museum frankfurt: neue kolleginnen

 

 

Im Ruderboot auf dem Römerberg – Das Making-Off

Und es geht! Für einen Pressetermin griff unser Direktor beherzt in die Ruder. Es dürfte der gefühlt kälteste Tag dieses Winters gewesen sein, als Jan Gerchow und die Journalistin von der Bild-Zeitung Andrea Adelhardt zu einer Bootstour auf dem Binnengewässer „Baugruben-See“ vor dem historischen museum aufbrachen.

Hintergrund der Bootsfahrt war das Interesse der BILD-Zeitung für das historischen museum, seinen Neubau und den Stauferhafen. In einer spektakulären Aktion wurde zunächst der Fotograf mit dem Boot an das „Ufer“ der Baugrube gebracht. Jan Gerchow und die Journalistin mussten dann bei hohem Wellengang und niedrigen Temperaturen so einige Runden auf dem See drehen, bis die Bilder perfekt waren. Doch Jan Gerchow erwies sich durchaus als geübter Steuermann und so erreichten alle Beteiligten wohlbehalten den Treppenaufgang zum Ausstieg aus der Grube.

Wie schön, dass nun seit Samstag noch mehr Frankfurter wissen:  Ab Herbst 2016 wird der Neubau mit Blick auf den „Hafen der Kaiser“ eröffnet.

Überall noch leere Vitrinen – Kurz vor der Ausstellungseröffnung im kinder museum!

Achtung Sammelfieber!

Ende der Woche, am Sonntag, den 24. Februar um 14.30 Uhr eröffnet das kinder museum frankfurt seine neue Ausstellung mit dem Titel “Sammelfieber”.  Alles dreht sich um das Sammeln und dazugehörige Tätigkeiten. Die Ausstellung gibt mit multimedialen Stationen, interessanten historischen und naturwissenschaftlichen Ausstellungsobjekten und Werkstationen Einblick in eine spannende Welt. Private Sammler, Sammler aus Museen und sammelnde Kinder stellen auf dem Weg durch die Ausstellung ihre Sammlungen vor. Sie beschreiben, was es alles zu tun gibt, wenn man erst einmal mit dem Sammeln angefangen hat. In sechs Bereichen der interaktiven Ausstellung können diese verschiedenen Aspekte des Sammelns durch eigene Aktivität ausprobiert werden.

Die Ausstellung ist zwar fertig gebaut, aber noch sind die Vitrinen alle leer. Erst ganz zum Schluß werden die Objekte und Sammlungen zur Ausstellung hinzugefügt.

Museum mit Seeblick

Das Wasser in der Baugrube ist schon odentlich angestiegen. Den Höchststand hat der Wasserspiegel aber noch nicht erreicht. Dennoch haben wir schon jetzt vom Museum aus einen regelrechten Seeblick.
Auch ein kleines Boot und Rettungsringe sind vorhanden. Eine Schlittschuhbahn werden wir jedoch nicht einrichten, nicht nur weil es dafür viel zu warm ist. Auch die Badesaison werden wir in unserem “See” nicht eröffen, auch wenn das Wasser erst ab Mitte Mai langsam abgepumpt wird.

Für die lange Museumsnacht am 4. Mai überlegen wir uns etwas, um unser Museumsgewässer wirkungsvoll in das Proramm zu integrieren. Kommen Sie uns doch einfach so um Mitternacht besuchen und lassen Sie sich überraschen…

 

 

Weihnachten!

Mit dem Weihnachtsbaum, der gerade im Leopold-Sonnemann-Saal steht, möchten wir dieses Jahr alle beglücken.

Wir sind wirklich stolz, dass wir dieses Jahr es geschafft haben, die Gebäude, eine Dauerausstellung und gleich drei Ausstellungen zu eröffnen. Wir freuen uns nun aber nun auch auf ein paar Tage Ferien….

Schauen Sie  wieder bei uns vorbei – auf dem Blog oder im Museum: der Weihnachtsbaum sieht vor Ort zum Beispiel noch viel schöner aus. Die Geschenke sind allerdings schon verteilt – die bekamen unsere Aufsichten bei der Weihnachtsfeier.

Dafür ist ja das gesamte Museum ja auch so etwas wie ein ganz großes Geschenk…

Fröhliche Weihnachten, einen guten Rutsch und bitte nicht die Ausstellungsblogparade vergessen: Wir wünschen uns viele Berichte von spannenden Ausstellungen, die wir allen unter den Baum legen können!

Zum Abschied winken wir heftig!

Leider, leider verlässt uns zum Ende des Jahres der Restaurator für Holz, Oliver Morr. Ich kann es eigentlich gar nicht verstehen, haben wir doch noch soo viele schöne Sachen vor uns: wie die Einrichtung von diversen Ausstellungen, ein komplett neues Ausstellungshaus oder gar der Umzug der Depots. Auch manches Objekt könnte noch eine konservatorische Betreuung eines diplomierten Holz-Restaurators vertragen. Uns würden auch mehr Dinge einfallen…

Aber, wenn man so wie Oliver Morr seit über 13 Jahren am Haus ist, kennt man das natürlich schon alles: Ausstellungen einrichten und betreuen – da kam in den letzten Jahren einiges zusammen – wie die “Kaisermacher” oder zuletzt die neue Dauerausstellung Frankfurter Sammler und Stifter. Und einen Depotumzug zu stemmen ist doch ein Klacks für jemanden, der gerade den Umzug aus dem Betonbau mit über 300.000 Objekten organisiert hat….

So feierten wir also Abschied mit Reden, leckerem Essen und vielen selbstkreierten Geschenken. Wir wünschen Oliver alles Gute für die neue Aufgabe im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe! Und wir sind schon ein bißchen stolz, dass er in Karlsruhe künftig die Leitung der Restaurierungswerkstätten übernimmt und gratulieren ihm herzlich dazu! Wir werden ihn aber sehr vermissen. Ob die KollegInnen dort genauso nett sind wie wir?

Vorlagen für den Museumsshop

Die vielfältigen und sehr ansprechenden Ausstellungsstücke in der Ausstellung Frankfurter Sammler und Stifter haben uns dazu angeregt auch einige schöne Dinge für den Museumsshop zu produzieren. Bei einem Nahblick auf die Objekte, mit denen wir in der Vorbereitung der Ausstellung lange und viel zu tun hatten, waren sehr dekorative Details zu entdecken. Besonders angetan waren wir dabei von den verschiedenen Oberflächen und Mustern der musealen Objekte.

Daraus haben wir ein Set von wunderschönen Karten gemacht, die sich hervorragend zum Verschenken eingnen. Aber auch kleine Notizbüchlein, ein Schreibheft, Lesezeichen, Taschenspiegel, Kühlschrankmagnete sind dabei entstanden.