oder: Wenn Museumsmenschen eine Ausstellung besuchen

Das Kongresszentrum in Darmstadt beherbergte bis vor kurzem die Ausstellung Georg Büchner – Revolutionär mit Feder und Skalpell und wir haben sie uns angesehen. Nun gut, das haben auch viele andere getan. Doch für uns gab einen besonderen Anlass: in der Ausstellung waren auch Objekte aus der Sammlung des historischen museums frankfurt zu sehen.
So machte sich eine interessierte, bunt gemischte Gruppe auf nach Darmstadt, wo wir freundlich von Natalja Salnikova begrüßt und durch die Ausstellung geführt wurden. Sie selbst hatte bei der Erarbeitung der Ausstellung mitgewirkt und konnte uns, über den Inhalt der Ausstellung hinaus, auch jede Menge Interessantes zur Konzeption und Produktion berichten. Da hört und sieht man natürlich nochmal genauer hin, schließlich planen wir selbst derzeit an nicht weniger als zwei neuen Dauerausstellungen. Dass hier geballte Museumskompetenz auf Reisen ist, zeigte sich dann auch beim Rundgang durch die Ausstellung; erfahrene und angehende KuratorInnen diskutierten über Büchners Leben, Inspirationen und Werke genauso wie über die Ausstellungsgestaltung und Raumarchitektur. RestauratorInnen begutachteten Objektpräsentation und -schutz in der Ausstellung und tauschten sich über die künftige Vitrinentechnik für die geplante Dauerausstellung Frankfurt Einst? aus. Ein besonderer Moment ergab sich, als unsere Gemälderestauratorin Anja Damaschke ganz unerwartet vor einem Friedberger Kruzifixus aus dem 15. Jahrhundert stand. Sie selbst hatte den Corpus mit Leichentuch einst restauriert. Es war eines der ersten Arbeiten ihrer Laufbahn überhaupt.

Wir danken Natalja Salnikova für ihre ausdauernde und spannende Führung durch diese unglaublich dichte und reichhaltige Ausstellung. Und wir sagen einen herzlichen Dank unserer „Reiseleiterin“ Beate Dannhorn, die durch die Abwicklung des Leihverkehrs mit der Mathildenhöhe Darmstadt diesen Ausflug überhaupt erst angeregt hat.

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