Neudenken + Entwerfen

Besuch in der Asservatenkammer

Es ist schon sehr spannend, hinter welche Türen wir für die Vorbereitung für Frankfurt Einst? schauen dürfen.  So durfte ich neulich eine völlig neue Seite des Frankfurter Flughafens entdecken.

Quasi unbemerkt zwischen all den Urlaubern und Geschäftsreisenden treffen hier zuweilen auch Stücke ein, die bei uns gar nichts zu suchen haben – da sie etwa wie Betäubungsmittel verboten sind, unter das Artenschutzgesetz fallen oder Nachweise und Zollvereinbarungen fehlen.  Das kommt auch daher, dass im Flughafen für „normale“ Reisende zumeist meist nicht wahrnehmbar, eine Grenze verläuft. Alles, was hier im Flugzeug ankommt, wird vom Zoll  geprüft – ob es sich im Gepäck des Südamerika-Touristen befindet oder als Paket ankommt.  Einige der Stücke, die hier eintreffen und die den Reisenden abgenommen werden bzw. gar nicht erst den Adressaten erreichen dürfen, werden in der sogenannten Asservatenkammer aufbewahrt.

Zwei  der „Hüterinnen“ der Kammer,  Julia Fölsing und  Christine Straß von der Pressestelle des Hauptzollamtes Frankfurt am Main ließen mich einen Blick reinwerfen. Mein erster Eindruck war, dass ich mich eher ins Senckenberg verirrt hatte, denn vor allem die Felle und die ausgestopftes Tiere fielen ins Auge. Genauer hingeschaut, sieht man auch aufwändig verarbeitete, oft tierische Artefakte – wie der Fuß eines Elefanten als Hocker, Elfenbeinschmuck und weitere Absurditäten wie Schlangen in Schnapsflaschen.

Aus diesen Stücken werden wir nun gemeinsam mit der Pressestelle des Hauptzollamtes eine Auswahl treffen, um sie in Frankfurt Einst? den Bereich des Verkehrs zu vervollständigen. Denn die Verkehrsdrehscheibe Frankfurt bietet nicht nur viele Vorteile, sondern birgt natürlich auch Konflikte…

 

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