Ausstellen Neudenken + Entwerfen

Der Weg zur neuen Ausstellung… Teil 1

Nachdem ich nun bereits vier Wochen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als Praktikant tätig bin, dachte ich mir, dass es an der Zeit sei, einen tatsächlichen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit zu werfen.

Wie passend, dass eine neue Sonderausstellung ansteht. Am Montag wurde „Drago Trumbetaš: Gastarbeiter in Frankfurt“ abgebaut und die heiße Phase der Vorbereitung für Die neue Bürgerstadt. Das Frankfurt der Architekten Burnitz beginnt. Vater Rudolf und Sohn Heinrich leisteten im 19. Jahrhundert einen großen Beitrag zur damaligen Stadtentwicklung und auch wenn einige dieser Bauten heute nicht mehr, oder nur noch teilweise stehen, kann man ihre Handschrift im Stadtbild Frankfurts immer noch finden. Das größte Ausstellungsexponat ist gewissermaßen das historische museum selbst: Rudolf Burnitz hatte 1842 zwischen Bernusbau und Stauferturm ein Wohngebäude erbaut. Heute befindet sich darin unsere Dauerausstellung Frankfurter Sammler und Stifter.

In den nächsten Wochen werden Anna-Lena und ich der Entstehung dieser Sonderausstellung auf den Grund gehen. Wie kam es zur Idee? Wer ist beteiligt? Welche organisatorischen Entscheidungen müssen getroffen werden? Und wie wird die fertige Ausstellung dann aussehen?

Für den ersten Teil der Reihe habe ich mich mit Kurator Dr. Michael Stöneberg über den Ursprung der Burnitz-Ausstellung unterhalten.

Seit 1913 befinden sich ca. 50 Blätter im Inventar des Historischen Museums, die sich z.B. aus Entwürfen und Reisezeichnungen der Frankfurter Architekten Rudolf und Heinrich Burnitz zusammensetzen.

Sortiert nach ihrem Entstehungsort, Druckmedium und Thema waren sie noch verteilt über die Graphische Sammlung und warteten darauf entdeckt und ausgestellt zu werden. Hinzu kam ein privater Familiennachlass, welcher dem Historische Museum unter der Bedingung überlassen wurde, dass daraus eine Ausstellung entsteht. Das Konvolut beinhaltet auch Aquarelle, Fotografien, sowie für die Erforschung wichtige private Unterlagen der Architekten. Insofern ist der Anlass für unsere neue Sonderausstellung ein kleiner Glücksgriff und auch aus stadtgeschichtlicher Perspektive sehr erfreulich.

Zunächst wurden die neuen Stücke der Sammlung hinzugefügt, woraufhin die Planung beginnen konnte. Ein Eröffnungstermin wurde auf Oktober 2013 festgelegt, noch bevor (!) eigentlich ein Kurator feststand.

Wie die Wahl auf Michael Stöneberg fiel und welche vielfältigen Aufgaben seitdem zu bewältigen sind/waren, erfahrt Ihr nächste Woche…

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