Eröffnen Neudenken + Entwerfen

Digitale Museumspraxis #10 – Kooperation!

„Kooperation ist wie Weltfrieden – keiner stellt sich dagegen, aber ein Selbstläufer ist es auch nicht“, mit diesen Worten hat Paul Klimpel die Tagung „Zugang gestalten. Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ gestern in der DNB Frankfurt eröffnet. Das Thema ist „Zusammen Arbeiten“ und vermittelt den Wunsch der digitalen Akteure im Kulturbereich die Kräfte zu vereinen, auch ein bisschen zu resümieren und durch Standards und Netzwerke eine stabile Infrastruktur zu entwickeln. Die Konferenz geht heute noch weiter und kann auf Twitter unter #ke17 mitverfolgt werden.

Im Historischen Museum Frankfurt haben wir aufregende Wochen hinter uns, die Eröffnung vor zwei Wochen und der Arbeitsmarathon davor haben uns ziemlich von der Außenwelt abgeschirmt. Da bieten die Herbstkonferenzen (z.B. von den Museumsbund Arbeitskreisen Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit) einen guten Anlass, wieder in Austausch zu treten, den Kopf zu durchlüften und Kooperationspartner zu finden. Mit der Eröffnung des Museums haben wir nämlich auch das Stadtlabor Digital gelaunched – juhujuhu – und da die Plattform wie alle Stadtlabor-Projekte auf Partizipation und Co-Kuration basiert, sind wir jetzt auch im Digitalen nicht nur auf Konsument/innen, sondern aktive User angewiesen.

Das ist kein Selbstläufer, das wissen wir schon aus den letzten sieben Jahren analoger Partizipationsprojekte. Die nächsten Monate sind deswegen der Konzeption von Vermittlungsformaten und dem Finden von Keyworkern und Kooperationspartnern gewidmet. Das Stadtlabor Digital lädt alle Frankfurter/innen ein, ihren Blick auf die Stadt in Video-, Audio-, Bild- oder Textbeiträgen auf der Plattform zu teilen. Das Projekt richtet sich an Studierende, Schüler/innen, Künstler/innen, Blogger/innen, Kulturinstitutionen, Stadtteil-Initiativen, Keyworker, Communities… und alle anderen Stadtakteur/innen, die Frankfurt jeden Tag beleben und beforschen. Wer mitmachen möchte, findet Tutorials und Beispielbeiträge bereits online und kann sich natürlich auch jederzeit an mich wenden. Als Kuratorin für das Projekt betreue ich alle Beiträge redaktionell und biete auch im Vorfeld kuratorische Beratung für die Entwicklung eines Beitrags.

Und damit kommen wir zu einem weiteren Aspekt, der im Rahmen der gestrigen Konferenz ganz wunderbar formuliert wurde: „The only thing that’s bad about cooperation/digitization: it eats into your life!“, sagte Jill Cousins, die mit Europeana ein Kooperationsprojekt der Superlative leitet… Mal schauen, wie wir das in Frankfurt hinkriegen. Natürlich ist die Zeit immer zu knapp (vor allem, wenn man sich dann noch in so tollen Europeana-Projekten wie „Art up your Tab“ verklickt…). Andererseits hat gerade diese Woche eine ganz wunderbare Abfolge von Kooperation innerhalb der Frankfurter Kulturinstitutionen mit sich gebracht: das Jüdische Museum hatte am Mittwoch zum Creative-Commons-Lizenzen Workshop eingeladen, an dem Städel, Schirn, Institut für Stadtgeschichte und wir teilgenommen haben und abends gab es digitale Spotlights vom Jüdischen Museum, dem Filmmuseum und uns mit anschließendem Social Media Walk. Vielen Dank fürs Organisieren und Kooperieren, apropos, ab zur Tagung!

 

 

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