Ausstellen

Ein großes Schützenscheibenfest im Museum

So ist es eigentlich immer: man geht privat ins Museum, und entdeckt dann doch gleich wieder Dinge, mit denen man sich gerade beschäftigt.

Eigentlich wollte ich ja „nur“ die Ausstellung 35 Jahre Kunst-Automaten von Bernhard Deutsch im Hällisch-Fränkischem Museum in Schwäbisch-Hall anschauen. Dieser sehr vergnüglichen Schau folgte dann ein kurzer Rundgang durch das Haus. Was ich nicht wusste und wunderbarerweise dann überall entdeckte: Das Haller Museum hat eine riesige Schützenscheibensammlung von über 250 Stück; die älteste stammt von 1727. Und was für Scheiben! Was für Bilder! Was für Geschichten! Es handelt sich zumeist um sogenannte Ehrenscheiben, die von reichen Bürgern gestiftet wurden und die kunstvoll bemalt wurden: mit städtischen Ansichten etwa oder mit  allegorischen Darstellungen –  um dann ganz schnöde beschossen zu werden. Die Löcher sieht man natürlich heute noch. Überall im verwinkelten Haus (dessen Besuch übrigens großen Spass macht) sind die Scheiben in den Ausstellungskontext integriert  und ergänzen auf eindrucksvolle Weise die Präsentationen.

Da wir auch für Frankfurt Einst? im Bereich der Bürgerstadt eine kleine Schützenscheibengalerie planen, kommt diese tolle Anregung gerade zur richtigen Zeit. Leider können wir nicht so viele Scheiben ausstellen – abgesehen vom Platz haben wir gar nicht so viele….

 

0 Kommentare zu “Ein großes Schützenscheibenfest im Museum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.