Neudenken + Entwerfen Sammeln + Pflegen

Erinnerungscafe Nummer 2

Letzten Sonntag fand unser zweites Erinnerungscafe im Rahmen der Ausstellung Meine Großeltern statt. Wir machten es uns wieder in der Ausstellung im Bernusgewölbe gemütlich und bei Kaffee und Kuchen sammelten wir oft erstaunliche  Geschichten. Aber nicht nur!

Ausgepackt hatten wir vom historischen museum die kleine Bauernstube, die hier noch eingepackt war und die an den Frankfurter Weihnachtsmarkt in den 1940er Jahren erinnert. Übereignet hatte uns die hübsche Stube eine Offenbacherin, die sie von ihrem Vater bekommen hatte.  Da sie selbst keine Großmutter ist, hatte sie die Stube samt der gehüteten Erinnerung dem Museum übergeben. Man muss aber nicht Großmutter/vater sein, um sich an die eigenen Großeltern zu erinnern!

Einige der Teilnehmer/innen in der Runde hatten äußerst berührende Stücke dabei: Briefe, die der Großvater aus der Kriegsgefangenschaft an den Vater schrieb oder eine Handtasche, in der sich noch der Schlüssel der Großmutter befand. Doch nicht nur die Stücke regten zu Erzählungen an – auch die unterschiedlichen Erzählungen der Teilnehmer/innen weckten wiederum Erinnerungen an die eigene Familiengeschichte. Auffällig war, dass sich manche Themen wie ein roter Faden durch die Erinnerungen zogen:  der Zweite Weltkrieg, die Flucht aus dem Osten in die Bundesrepublik und die starken Großmütter. Es war ein sehr anregender und lebhafter Austausch, der eigentlich nur durch die Museumsschließzeit begrenzt wurde. Wir danken allen TeilnehmerInnen herzlich für ihre Bereitschaft und Offenheit – es war ein sehr bereichernder Nachmittag für alle.

Das Erinnerungscafe findet mit Ihrer/Eurer Mitwirkung nochmals statt: am 25. November, 20. Januar und 24. Februar (mit Finissage). Hinweise auf weitere Veranstaltungen wie Vorträge und die Performance stehen im Veranstaltungskalender!

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