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Helene Lange, Publizistin und Politikerin

 

schwarz-weiß Porträt von Helene Lange mit DuttWir erinnern im Jahr 2019 an den erfolgreichen Kampf um das Frauenstimmrecht und stellen regelmäßig Streiterinnen für Frauenrechte vor, die aus Frankfurt kamen oder mit Frankfurt verbunden waren. Unerschütterlich kämpften sie jahrzehntelang für die Verbesserung weiblicher Rechte und Lebenschancen.

So auch Helene Lange (1848-1930), die 1895 in Frankfurt auf der Generalversammlung des ADF (Allgem. Deutscher Frauenverein) ein Grundsatzreferat über Neue Gesichtspunkte in der Frauenbewegung hielt. Wie kam es dazu? Frankfurter Mitglieder des Frauenbildungsvereins hatten eine zündende Idee. Sie luden zur 18. Generalversammlung des ADF nach Frankfurt ein. Der große Frauenkongress bot außerdem noch einen besonderen Anlass zum Feiern. Denn 30 Jahre zuvor hatten Louise Otto-Peters, Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt zum ersten Frauenkongress nach Leipzig eingeladen. Hier wurde 1865 der ADF gegründet!

Kein Frauentag zuvor war laut Helene Lange ein „so glänzender Tag als die achtzehnte Generalversammlung“. Zu diesem Erfolg trug zum einen das breite gesellschaftliche Interesse sowie die Begeisterung der Teilnehmer*innen bei. Der Frankfurter Oberbürgermeister Adickes persönlich eröffnete den Kongress, an dem weitere Prominente teilnahmen, wie etwa die Kaiserinwitwe Viktoria und einige Abgesandte des International Council of Women.

Helene Langes faszinierende Rede stellte den Höhepunkt der öffentlichen Vorträge dar. Hier erläuterte sie das Prinzipielle der „Frauenfrage“ als Menschheitsfrage – mit dem Recht auf Gleichberechtigung wie auch auf eine geistige Ausbildung, die zur Berufstätigkeit führen sollte.

Erfahren Sie hier mehr über die Mit-Herausgeberin des fünfbändigen Handbuchs  der Frauenbewegung sowie der Zeitschrift „Die Frau“ bei den Frankfurter Frauenzimmern.

 

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