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Zahlen sind nicht alles: Fazit meiner Hospitanz am HMF

Was will man tun? Und warum? Und für wen? Das sind Fragen, die man sich vor dem Beginn eines Projektes ganz selbstverständlich stellen sollte. Deshalb war es für mich besonders interessant, dass in den letzten Wochen meiner Hospitanz am HMF die Frage nach der Evaluation der Social-Media-Strategie des Museums in den Fokus geriet. Die zu entwickelnde Strategie des Hessischen Landesarchivs zum Einsatz der Sozialen Medien, die aus den Erfahrungen meiner Hospitanz erwachsen wird, kann davon profitieren, dass im HMF stets die Frage nach Sinn und Zweck des Ganzen, nach den Kunden und ihren Bedürfnissen gestellt wird.

Ziel darf es nicht sein, bloß statistische Zahlen zu erheben. Vielmehr ist eine vertiefte Kenntnis über die Klientel des Hauses, ihr tatsächliches Verhalten und ihre Interessen anzustreben. Die Statistik-Tools von Facebook, Instagram und Twitter lassen die Social-Media-Nutzer greifbar werden. Aber um die gelieferten Zahlen sinnvoll auszuwerten, ist für jede Institution die Entscheidung zu treffen, wie aussagekräftig Angaben zu Abonnenten, zur Reichweite, zu Interaktionen/Impressions oder zur Interaktionsrate überhaupt sind. Hier scheinen sich die Museen auch noch in einer Orientierungsphase zu befinden, in die involviert zu werden, für mich hochinteressant war.

Nur wenn eine Institution weiß, wer sich für das eigene Haus interessiert und für welche Inhalte, kann sie auch ganz konkret ihr Serviceangebot optimieren. Bei der professionellen Erhebung belastbarer Zahlen können sich über die Evaluierung Perspektiven eröffnen, die bei den bisherigen Formen der Öffentlichkeitsarbeit kaum zu erkennen waren. Neben den vielen praktischen Erfahrungen kehre ich deshalb im Januar 2018 auch mit einer ganzen Menge an Hinweisen in das Hessische Landesarchiv zurück, wie Nutzerbedürfnisse und Nutzerinteressen gezielt evaluiert und berücksichtigt werden können.

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Ideen gibt es also genug, was man im Hessischen Landesarchiv mit Social Media machen könnte, um einen breiteren Kundenkreis zu erreichen. Auch wenn ein Museum kein Archiv ist und eine Transformation des städtischen Zuschnitts (HMF) auf das gesamte Bundesland (HLA) nötig ist: Sich an einem modern ausgerichteten und auf die Gegenwart und Zukunft ausgerichteten Haus wie dem HMF zu orientieren, ist mehr als vielversprechend für das Hessische Landesarchiv. Ich freue mich deshalb jetzt schon darauf, bald umsetzen zu können, was ich hier an Erfahrungen sammeln konnte. Und für all den vielfältigen Input und die Unterstützung gebührt dem HMF mein Dank!

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