Neudenken + Entwerfen

Liverpool? Yeah, the Beatles!

Die freunde & förderer machten mit einer 16-köpfigen Gruppe und Direktor Jan Gerchow eine 3-Tage-Reise nach Liverpool.

Auf dem Programm standen die Besuche von fünf Museen. Zum Auftakt ging es in die Walker Art Gallery (Kunstmuseum) und das World Museum (Naturkunde-, Archäologie und Ethnologie-Museum), wo wir sehr freundlich empfangen wurden und nicht nur die facettenreichen Sammlungen gezeigt bekamen sondern auch ausführliche Erläuterungen zum Konzept der Vermittlungsarbeit erhielten.

Schnell lernten wir, die Stadt Liverpool hat eine reiche und wechselvolle Vergangenheit. Zu Zeiten des British Empire zählte sie zu den reichsten Hafenstädten der Welt. Eindrucksvolle Prachtbauten, die noch heute das Stadtbild dominieren und inzwischen zum UNESCO Weltkulturerbe zählen, zeugen davon. Seit den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts ist Liverpool nach einem dramatischen Niedergang wieder im Aufschwung und hat sich als quicklebendige Kulturstadt neu definieren können. Studenten und Touristen dominieren das Stadtbild.

Höhepunkt der Reise war der Besuch des „Schwestermuseums“ des historischen museums frankfurt: das Museum of Liverpool. Es wurde erst Ende 2011 von Queen Elizabeth II. in einem imposanten, architektonisch sehr interessanten Neubau direkt am Hafen eröffnet. Wir wurden von den beiden Direktoren Sharon Granville und David Fleming begrüßt und geführt. Der enorme Erfolg des Museums (ca. 4 Millionen Besucher im ersten Jahr!) beruht auf einem neuen Vermittlungskonzept, das die Emotionen der Besucher anspricht. Alle Museen haben ein Education Center. In Workshops sahen wir Kinder, die eifrig mit Mal- und Bastelaufgaben beschäftigt waren. Ein breites Angebot wendet sich an alle Altersstufen.

Am letzten Tag besuchte die Gruppe noch das Merseyside Maritime Museum und das Slavery Museum, welches sich durchaus selbstkritisch mit der Rolle Englands und reicher Liverpooler Händler beim Sklavenhandel beschäftigt. Wie in den anderen Museen herrschte auch hier reger Betrieb. Viele junge Leute, Familien mit Kindern und Rentner besuchen die Museen mehrfach im Jahr. Es sind ihre Museen!

Abgerundet wurde das intensive Programm von einer Schiffsfahrt auf dem River Mersey bei strahlendem Sonnenschein und zwei lustigen Abenden in stilvollen Pubs, was unsere Studienfahrt gleichzeitig zu einem erfrischenden Kurzurlaub machte.

Liverpool? The Beatles? – There is a lot more to it!!!

1 Kommentar zu “Liverpool? Yeah, the Beatles!

  1. Karl-Heinz Steiner

    Gab es auch bei der Erhaltung Historischer Industriegebäude in Liverpool, siehe Meldung von English Heritage aus dem Jahre 2011, eine Entwicklung zum Positiven?

    Zitat:
    „Stanley Dock included in English Heritage industrial buildings at risk register“

    LIVERPOOL’S historic Stanley Dock features in a new English Heritage list of the country’s most endangered industrial buildings.
    The tobacco warehouse at Stanley Dock is the world’s largest brick warehouse. Standing 125ft (38m) high, the building was at the time of its construction in 1901 claimed to be the world’s largest building in terms of area. Its construction used 27 million bricks, 30,000 panes of glass and 8,000 tons of steel.
    It was designed by A.G. Lyster, the Dock Engineer, but Arthur Berrington almost certainly played a part.

    The warehouse featured in the ECHO’s Stop the Rot campaign after it fell into disuse in the 1980s and gradually into disrepair.

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