Neudenken + Entwerfen

Merianplan in 3-D //#3, ein Werkstattbesuch

In der vergangenen Woche haben meine Kollegin und ich wieder einen Werkstattbesuch bei Herrn Klaus Grapow in Dreieich gemacht. Herr Grapow baut für unser Museum die Stadt Frankfurt nach dem Plan von Matthäus Merian von 1628. Mit Hilfe meiner Fotos kann man gut erkennen, wie weit die Bebauung schon gediehen ist. Die auf dem Plan markierte Fläche ist bereits bebaut. Beeindruckend das Detailreichtum, obwohl die einzelnen Häuser sehr klein sind. Eine große Leistung ist es, von dem flachen Plan in die dritte Dimension zu kommen und jedes einzelne Haus erstehen zu lassen.

Bei der genauen Betrachtung des dreidimensionalen Merianplans erkennt man Details, die man aus dem gedruckten Plan nicht so gut wahrgenommen hat. Jetzt schon gut zu erkennen ist das markante Gbäude des Dominikanerklosters und ein Stück der Staufermauer.

Die Staßenzüge werden Haus für Haus gebaut, Modelle, mit denen der Bauherr nicht ganz zufrieden ist, werden erst einmal zur Seite gelegt und in Schachteln gelagert. Wenn ein Straßenzug fertig ist, wird er schon mal auf dem Plan verortet und wartet dort auf die Nachbarschaft. Eine große Geduldsarbeit, bei der viele Stunden vergehen und der Bauherr, dieser Miniaturstadt sich mit Hörbüchern unterhalten lässt.

Bei unserem Besuch erfuhren wir auch, dass sich dieses Hobby zum Familienunternehmen entwickelt hat. Alle haben ihren Anteil daran, bis zum Enkel, der die Arbeiten seines Großvaters fotografisch begleitet.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch und berichten weiterhin.

 

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