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Von Gold- und Zierborten: Maria Magdalena Weitz

Von der geschäftstüchtigen Posamentierer- Witwe Weitz berichten uns nur die Akten, in denen sie uns als äußerst selbstbewusste Frau begegnet. Leider ist kein Porträt oder eine andere Abbildung von ihr überliefert. Doch könnte die Goldstickerei der Zierborten durchaus ihrem Musterbuch und ihrer Produktion entstammen.

Ihr Handwerksbetrieb in der Gallengasse produzierte nämlich die sehr begehrten, aus Gold- und Silberfäden gewebten Zierborten. In ihrer kleinen Manufaktur beschäftigte sie neben drei Gesellen sogar einen Buchhalter. 1781 muss sich Maria Magdalena Weitz als Gläubigerin in einem verzwickten Schuldprozess vor dem Reichskammergericht erklären. Die strittige Schuldsumme, die ihr eine befreundete Modehändlerin in Köln aus eigenen Forderungen abgetreten hatte, betrug immerhin 3503 Gulden, was der heutigen Summe von 240.000 € entspräche.
Solche Erfolgsgeschichten sind in den Quellen eher selten zu finden. Denn wer nicht zu klagen hat, muss auch nicht bitten, bzw. keine Supplikationen verfassen, die aktenkundig wurden.

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