Neudenken + Entwerfen

Wie soll die Ausstellung aussehen?

Seit April 2018 entwickeln wir gemeinsam mit vielen engagierten Stadtlaborant*innen die Ausstellung Wie wohnen die Leute? Stadtlabor unterwegs in den Ernst-May-Siedlungen. Die Beiträge nehmen immer mehr Form an und in intensiven Sitzungen beraten wir darüber wie der Beitrag aussehen soll und welche Fragestellung fokussiert wird. Bevor das Jahr zu Ende geht und wir mit Vollgas in Richtung Ausstellungseröffnung am 15. Mai 2019 steuern, ist zur Zeit die wichtigste Frage: Wie wird die Ausstellung aussehen? Welches Grundgerüst soll sie tragen?

Das Gestaltungsteam um Studio Rustemeyer hat sich dazu intensiv Gedanken gemacht. Die Ausstellungsarchitektur soll sich am Dezernat Ernst May und die extra eingerichtete Abteilung zur Typisierung des Wohnungsbaus anlehnen. Diese Idee und den ersten Entwurf haben wir im November mit ca. 40 Stadtlaborant*innen diskutiert und uns über die Verteilung der Beiträge im Raum beraten. Vier typisisierte Grundrisse (Efate, Zwofadolei, Mefagang und Mefa) werden in der Ausstellung nachgebaut und dienen als Ausstellungsarchitektur für die Beiträge. Ernst May und die Akteure des Neuen Frankfurt gaben den Frankfurter Typengrundrissen Bezeichnungen vom Einfamilienhaus bis zum Mehrfamilienhaus. Efate bedeutet Einfamilienhaus mit Dachterrasse, Zwofadolei steht für Zweifamilienhaus mit Doppelleitungen, Mefa ist die Abkürzung für Mehrfamilienhaus und Mefagang bedeutet Mehrfamilienhaus, Außengangtyp. Letztere ist bekannt als Prototyp für die Wohnung für das Existenzminimum.

Die Grundrisse werden jedoch nicht wie Wohnungen eingerichtet, sondern mit den Ausstellungsbeiträgen der Stadtlaborant*innen und Objekten aus unserer Sammlung collagiert. Die Struktur der vier Grundrisse ermöglicht es, die Themen, die in der Ausstellung verhandelt werden  – Das neue Umbauen, Bezahlbares Wohnen, Nachbarschaft, Gartenkultur/Selbstversorgung –  zu bündeln. Sie geben denoch jedem individuellen Beitrag genügend Raum, auch für sich zu stehen. Wichtig dabei ist, dass das Modellhafte klar zu erkennen ist. Interessant ist, dass die Ausstellungsarchitektur somit auch als Exponat zu betrachten ist: 1:1 Modelle von typisierten Wohnungen. Die unterschiedlichen Wohnungstypen der damaligen Architektur können somit direkt in den Räumen erfahren werden.

Somit verabschiedet sich das Stadtlabor Wie wohnen die Leute? aus diesem Jahr und freut sich auf die Umsetztung im nächsten! Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die vielen tollen Ideen, kreativen Beiträge und kritischen Ausseinandersetzungen.

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