Auf der Suche nach Objekten

Die Arbeit mit Objekten ist sozusagen das Kerngeschäft des Museums: Objekte ständig zu befragen und in neue Zusammenhänge zu stellen, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Das historische museum bewahrt über 600.000 Objekte auf. Aus dieser Menge versuche ich, die Exponate herauszudistillieren, die in die von mir bearbeiteten Abteilungen von Frankfurt einst? passen. Zahlreiche Ausstellungskataloge, Gespräche mit KollegInnen (mit dem Speicher im Kopf)  sowie unsere Museumsdatenbank helfen mir dabei.

Im Moment suche ich nach passenden Objekten für den Zeitstrahl, die sehr viele Kriterien erfüllen müssen. Sie stehen für die Stadtgeschichte Frankfurts, für die Organisation der Stadt, aber auch für die Bürger und Bürgerinnen und ihre Geschichten.  Ganz begeistert bin ich von einem Fund in der Sammlung:  ein mittelalterlicher Schlüsselbund. Viel wissen wir nicht darüber, nur dass es sich um 32 eiserne, verschieden lange Schlüssel handelt, die an einem Ring festgemacht sind. Wem gehörte aber dieser Bund? Und welche Schlösser sollten sie öffnen und schließen? Was befand sich darin? waren es Türen, Kisten oder Schränke?

Nun fängt die eigentliche Recherche und das Prüfen an – mal sehen, ob es der Schlüsselbund wirklich in die endgültige Exponatsliste schafft!

Hoher Besuch aus den Niederlanden

 

Wir hatten Besuch: die Prominenz der Museologenszene aus den Niederlanden schaute bei uns vorbei.  Léontine Meijer van Mensch und Peter van Mensch von der Reinwardt Academie besichtigten die Ausstellung im Ostend und zeigten sich sehr angetan, diskutierten mit uns über Museum, Partizipation und vieles mehr und wurden natürlich, wie man unschwer auf dem Foto erkennen kann, auch mit lokalen Bräuchen (grüne Soße und Apfelwein) vertraut gemacht.

Das digitale Museum

Bei Recherchen für den Zeitstrahl von Frankfurt Einst? bin ich auf die Seite von museum-digital gestossen. Hier sind mittlerweile über13.000 Objekte aus über 170 Museen in Deutschland erfasst.

Die Unterteilung der Sammlungen und damit auch der Zugridff auf die Datenbanken erfolgt nach Bundesländern – was natürlich nicht besonders sinnvoll ist. Einfacher ist es, die allgemeine Suche zu benutzen, die alle Sammlungen umfasst. Und dann bekommt man beim Stichwort “Frankfurter Kanne” vier schöne Kannen aus dem Keramikmuseum Westerwald präsentiert. Dazu kommen Beschreibungen, Literaturtipps und wirklich gute Abbildungen. Wirklich sehr hilfreich, und ich freue mich auf viele weitere Objekte!

Ordnung des Schlüsselbestands

Im  Rahmen der Sammlungsbewegung (Umzugsmaßnahmen in die neuen Depots) fand im Bereich der Restaurierung von Möbeln und Holzobjekten ein wichtiges Projekt statt: Die Ordnung des Schlüsselbestands für Objekte der Möbel-, Zunft sowie Musikinstrumentensammlung.

Die bisher ungenügend archivierten Schlüssel (234 Stück) wurden akribisch auf ihre Richtigkeit überprüft, in der Museumsdatenbank MPlus (unter Zuweisung der aktuellen Inventarnummern) den entsprechenden Sammlungsgegenständen zugeordnet, fortlaufend nummeriert und einheitlich etikettiert. Die hierfür angelegten Datenbanken können in Zukunft in der gleichen Weise weitergeführt werden.

Durch diese unerlässliche Maßnahme wird den Kuratoren/innen und Restauratoren/innen des hmf der Suchvorgang erheblich erleichtert – bleibt zu hoffen, das in Zukunft ausreichend Kapazitäten zur Verfügung stehen, um diese Maßnahme auch für die Schlüssel der externen Depots vorzunehmen.

Am Grab der Treuners

Unsere beiden Brüder Treuner, Hermann und Robert, die Erbauer des Altstadtmodells, wurden 1948 bzw. 1962 auf dem Hauptfriedhof begraben. Hier ruhen auch ihr Vater Gotthold, Mutter Emilie, Schwester Pauline und Hermanns Tochter Lucie Stanitz. Dieter Georg war so freundlich, mich zu einer Besichtigung des Grabs einzuladen, das man erst einmal auf dem riesigen Friedhof finden muss.

Wie Sie dem zweiten Bild entnehmen können, wurden zwar ganz frisch Blumen aufgestellt, es fehlt dem Grab allerdings an grundsätzlicher Pflege. Ein Pate für das Grab könnte hier Abhilfe schaffen. Bislang gibt es allerdings noch keinen…

Das mobile Museum

Auch wir waren beim J.P. Morgan Challenge mit einem Team dabei. Natürlich sind wir super Zeiten gelaufen (zusammen 212 Minuten) und es hat allen großen Spass gemacht, sich auf diese Weise durch Frankfurt zu bewegen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(auf dem Teambild fehlt noch Petra Schmidt-Hartmann)

Eine neue Beschriftung

Auch über Kleinigkeiten kann man sich freuen, wie nun über die Neubeschriftung der Karteikästen mit den alten Inventarkarten, die die Kollegin Maren Härtel mal eben noch so nebenher ausgetauscht hat.

Leider fehlt das vorher-nachher Bild, aber so ist es ja auch schön.

Einweihungsparty

Obwohl wir schon seit Ende März aus dem Museum ausgezogen sind, hatten wir bislang noch keine Zeit, unsere neuen Büroräume einzuweihen. Gestern abend war es dann so weit: nach der Arbeit gab es was zum Anstossen und zum Knabbern mit den KollegInnen aus dem Kindermuseum und dem caricatura museum. Hier ein paar Impressionen

DIY Mülleimer “Corbeille”

Diesen innovative “do it yourself” Mülleimer von dem französischen Designer Amaury Poudray habe ich nachgebaut.

Einfach den Eimer mit Papier voll machen, auf den kopf drehen und fertig ist das persönliche Lagerfeuer.

Die Idee dazu fand ich hier.

Gruß Konstantin Ziese

Neupert Chembalo

 

Das Chembalo des Musikers Bernhard Heiden (1910-2000) gebaut von J.C. Neupert, 1935, wird zur Zeit von Konstantin Ziese in der Holz und Möbelrestaurierung konserviert.

d.h. :

  • zunächst wird es von Staub befreit
  • mit einem leicht feuchten Schwämmchen wird die Lackoberfläche gereinigt

Des weiteren musste ein Riss in einem Standbein des Chembalos mit Hautleim verleimt werden.

Ich fand es sehr spannend, an so einen geschichtsträchtigen Instrument zu arbeiten.

Konstantin Ziese