so hieß es in der Einladung von Martha Caspers. Neben den kalten Platten mit köstlichen Broten gab es Reden, Wein und Geschenke. Und: viele Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit!

Wir staunten nochmals, wie lange schon Martha Caspers sich mit dem Museum verbunden fühlt  – über 40 Jahre! Zuerst kam sie als Besucherin ins Haus und begeisterte sich 1972 für die neue Dauerausstellung im Betonbau (deren Anhängerin sie stets blieb) und brachte sich 1980 auch in der ersten partizipativ erstellten Ausstellung des HMF, der sogenannten Frauenausstellung aktiv ein.

Von Krankenschwester sattelte sie auf Historikerin um und beschäftigte sich dann in erster Linie mit der Museumssammlung: sie inventariserte die stark angewachsene Sammlung der Alltagskultur. Dann kümmerte sie sich über 30 Jahren um das Fotosammlung und machte daneben noch viele Ausstellungen – so arbeitete sie etwa bei der großartigen Ausstellung über „Die Zweite Haut. Die Geschichte der Unterwäsche“ 1988 mit oder 1999 „Frankfurt Macht Mode“ –  und ab 2007 endlich offiziell als Kuratorin. Unvergessen ist ihre letzte große und auch die letzte Ausstellung im Betonbau 2011 über die Fotografin Abisag Tüllmann. Unzählige Objekte hat Martha Caspers in die Sammlung eingebracht und versuchte auch stets dafür zu sorgen, das alle gut dokumentiert inventarisiert werden – denn nur so kann das Gedächtnis der Stadt weitergegeben werden. Dafür arbeitete sie sehr viel und oft sehr lange, hatte aber trotzdem stets ein offenes Ohr für andere – und das Museum ist deshalb ohne Martha eigentlich nicht vorstellbar! Zum Glück kann sie es sich auch nicht vorstellen, das Museum für immer zu verlassen.

So ist dieser Abschied in den Ruhestand  (wieder einmal) kein ganzer Abschied.  Martha Caspers wird der Sammlung und damit auch uns Kolleg*innen hoffentlich noch lange erhalten bleiben. Sie stellt ihre Arbeitskraft und Expertise dem Museum als freie und als ehrenamtliche Mitarbeiterin zur Verfügung.  Den geplanten Urlaub im geliebten Japan gönnen wir Martha deshalb von ganzen Herzen und freuen uns, wenn sie bald wieder zurück ist.

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