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Sammlungs-Check: Migration partizipativ sammeln ist gestartet!

Am 18. Oktober 2017 fand der erste Sammlungs-Check Workshop des Stadtlabors statt. 15 Frankfurter/innen mit Migrationsgeschichte, Fachleute für Migration und Interessierte zum Thema „Migration und Museum“ kamen zusammen, um die Frage zu diskutieren, wie man Migration sammelt. Für das Stadtlabor-Team war dieses Treffen eine neue Erfahrung in doppelter Hinsicht. Zum einen verknüpft das Projekt zum ersten Mal die Stadtlabor-Methode mit der Museumssammlung. Zum anderen haben wir ebenso zum ersten Mal einen Stadtlabor-Workshop im dafür konzipierten und gestalteten Bereich mitten in der Ausstellung „Frankfurt Jetzt! Erforschen“ veranstaltet. Damit haben wir ein Stück Stadtlabor-Geschichte geschrieben: Der Sammlungs-Check Migrationsworkshop war unser erster Live-Workshop!

Es war ein gelungener Abend. Nach einer Führung durch unsere Ausstellung und einer kurzen Vorstellung der bis heute durchgeführten Stadtlabor-Projekte von Angela Jannelli stiegen wir voll in den Sammlungs-Check ein: Projekt, Projektziele und Projektzeitplan sowie die Themen „Museumsdinge und ihre Bedeutung“ und „Kontext und Bedeutung sammeln“ wurden vorgestellt. Am Beispiel von Objekten aus unserer „Migrationssammlung“ und Objekten, die im Rahmen der Vorbereitungsphase gesammelt worden waren, wurden die Workshop-Teilnehmer/innen in das Thema eingeführt.

Es folgte eine praktische Einführung in die Sammlungs-Check Methode, welche auf der britischen Methode „Revisiting Collections“ basiert: In Kleingruppen haben die Workshop-Teilnehmer/innen einen kontextlosen Koffer aus unserer Sammlung unter die Lupe genommen und die Frage diskutiert, ob dieses Objekt in unsere „Migrationssammlung“ gehört. Schließlich wurde besprochen, ob ein Koffer aus der Perspektive der Teilnehmer/innen ein Sinnbild von Migration sei. Dabei wurden sehr interessante, teilweise widersprüchliche Äußerungen gemacht und Schlussfolgerungen gezogen.

In den folgenden zwei Workshops werden wir gemeinsam Sammlungs-Kriterien entwickeln und an einer Kriterien-Matrix arbeiten. Dazu werden die Sammlungs-Check-Teilnehmer/innen aufgefordert, ihre eigenen Objekte mitzubringen und vorzustellen. Wir erhoffen uns davon, eine Antwort zu erhalten auf die Frage: Was macht ein Objekt zum „Migrationsobjekt“ und damit geeignet für unsere „Migrationssammlung“?

Ich freue mich auf weitere lebendige Diskussionen, Ergebnisse und vor allem auf Objekte und ihre Geschichten!

Übrigens, jeden Dienstag von 14:00 bis 17:00 Uhr nehmen wir Ihr Objekt in den Sammlungs-Check auf. Kommen Sie vorbei, bringen Sie Ihr „Migrationsobjekt“ mit und stellen Sie es aus!

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