Richtig alte FrankfurterInnen

Eine neue Datenbank, die uns bei unserer Arbeit gut unterstützen kann, ist dieser Tage online gegangen: Sie heisst das Das Frankfurter Patriziat. Sie widmet sich, wie der Name es bereits vermuten lässt, den Ratsfamilien der reichsstädtischen Zeit vom Spätmittelalter bis zum Ende des Alten Reichs 1806.

Wer sich beim Gang durch die Stadt schon immer über die Namen gewundert hat, wird hier fündig: Der Name Adlerflycht, im Gedächtnis der Stadt durch die Strasse im Nordend verankert, brachte zum Beispiel ein schwedischer Migrant im 17. Jahrhundert nach Frankfurt. Irgendwann gab es keine Nachfahren mehr – in der Sprache der Genealogen heisst das so schön: erloschen. Und wenn die Familie bis heute besteht (was nicht so oft vorkommt; die Familie Holzhausen ist aber solch ein Beispiel), bekommt sie den Hinweis: blühend. Ist das nicht eine schöne Bezeichnung?

Zeigt her eure Füße

Wessen Füße sind das wohl? Und wessen Hand?

Bis zum Umzug stand die Skulptur im Hof. Hier steht sie noch.

Vortrag, heute abend

Unsere Vortragsreihe geht weiter: heute abend steht die gegenwartsbezogene Dauerausstellung Frankfurt Jetzt! und das Stadtlabor auf dem Programm, die im obersten Stock des Ausstellungshauses unterkommen werden.
Susanne Gesser und Angela Jannelli geben einen Überblick über die Planungen und stellen natürlich auch die erste partizipative Ausstellung vor, die dieses Jahr im Ostend zu sehen war.

Wir freuen uns über Ihr Interesse! Und sehen uns in der Stadtbücherei in der Hasengasse 4, um 19.30?

Vorher – nachher

Ein Blick zurück in die Stadtgeschichte: Teile des Darmstädter Hofes (auf der Zeil gelegen) wurden 1899 niedergelegt und durch das Kaufhaus M. Schneider ersetzt. Die Stadt kaufte damals Teile der Fassade, um sie irgendwann einmal wieder zu verwenden. Bis dahin lagerten die Stücke an verschiedenen Stellen der Stadt; zuletzt im Stadtwald, um als Kletterparadies für die dort ansässigen Mufflons zu dienen. Das historische museum konnte im April diesen Jahres 27 skulpturierte Objekte in Sicherheit bringen. Nun liegen einige schöne Stücke im Steinhof – unglaublich, was alles in diesem Steinhaufen im Stadtwald lag! Die neue Fassade des Ausstellungshauses soll auch einige Spolien aufnehmen – wir überlegen noch, welche das nun sein sollen.

Einmal Bagger und zurück

 

Auf der hmf-Baustelle ist der Abriss des alten Betongebäudes nun abgeschlossen, übrig ist noch ein riesiger Haufen Geröll, Metall und ab und zu eine Fensterscheibe. Unter der Erde geschieht auch Einiges: Ein Tunnel musste umgelegt werden und bevor die Rohre verlegt werden, durften wir noch einen Blick in die Frankfurter Unterwelt werfen!

Der Tunnelausbau erfolgt noch in echter Handarbeit: In Vier-Mann-Schichten wird die Stein-Lehmmasse (Frankfurter Nachkriegsschutt) entfernt und in komplizierter Konstruktion der Tunnel eingebaut. Im Selbstversuch konnte auch erprobt werden, wie anstrengend diese Arbeit ist.

Das Highlight: ein Gruppenbild mit Bagger - und mit ebendiesen Bagger durfte ich später sogar noch fahren, Geröll umschichten und mit dem Arm herumschwenken. Ein echter Baustellentraum!

 

 

Übrigens: unsere Flickr-Gruppe war mit vor Ort!

Noch schönere Bilder gibt es also bald hier!

 

Altstadtdebatte, ganz aktuell

Es ist schon erstaunlich, wieviele Gemüter die Altstadt Frankfurts beschäftigen. Und immer wieder! Jetzt hat sich eine Initiative gegründet, um die Sicht auf den Dom freizuhalten. Auch das behalten wir natürlich für die Altstadtdebatte in Frankfurt Einst? im Auge.

In der May-Ausstellung gesehen:

Der Wettbewerbsbeitrag zum Römerberg 1962/63.

Ernst May ist nicht nur vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem “Neuen Frankfurt” verbunden. Wie man in der Ernst-May-Ausstellung im DAM erfährt, wollte May auch danach für die Frankfurter Stadtplanung aktiv werden. So wurde er 1962/63 eingeladen, am Dom-Römer-Wettbewerb teilzunehmen – damals, nach der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg,  eine Leerstelle mitten in de Stadt, da weder Ostzeile, Schirn noch Technisches Rathaus standen.

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Bei der Denkmalpflege Hessen kann man nochmals alles über den Wettbewerb nachlesen. Uns interessiert dieser Entwurf für die Planungen von Frankfurt Einst?, genauer gesagt für die Altstadtdebatte.

Objekte mit Geschichte

Neu im Internet: die Seite: Meine Stadt – Meine Geschichte. Es geht um Objekte und Geschichten – Geschichten, die mit Migration verknüpft sind.

Aus dem historischen museum ist dabei:

Die Aussteuertruhe aus Neapel. Ein Teil der Geschichte lautet so:

1958 flüchtet Santo Orciuolo vor der Arbeitslosigkeit in Neapel nach Frankfurt. Da er sich mehrere Monate nicht mehr bei seiner Familie gemeldet hatte, reist seine Frau Maria an den Main und findet ihren Mann im Sommer 1959 in einer Arbeiterbaracke.
Die beiden entscheiden sich für eine gemeinsame Zeit in Frankfurt. Nur mit wenigen Habseligkeiten in einer schweren Aussteuertruhe ausgestattet beginnen die Orciuolos in Frankfurt ein neues Leben.

Das Portal soll weiter mit vielen Objekten befüllt werden. Nicht nur Museen können weitere Objekte einstellen. Auch alle anderen, die ein Ding zu Hause haben, das eine ähnliche Geschichte zu erzählen hat, können sich daran beteiligen. Über die Website kann Kontakt aufgenommen werden. Also, was haben Sie alles so auf dem Speicher liegen?

Die Seite kann aber noch mehr: hier kann auf Ausstellungen verlinkt und Materialen für Schulen runtergeladen werden. Alles steht aber erst am Anfang – also öfters mal reinschauen, ob was hinzugekommen ist. Und für die anderen gilt: Inhalte liefern!

Zu wenig Tastatur? Ein neues Instrument für die Sammlung

Vor einigen Tagen ist ein Kessler-Flügel aus dem 19. Jahrhundert als Neuerwerbung angekommen…
Nach dem Auspacken stellt sich nun eine Frage:
Warum hat dieser Flügel weniger Tasten als sonst bei solchen Musikinstrumenten üblich?

 

Romantik auf der Baustelle

Die Ansicht der Museums-Baustelle von gestern abend, fast mit Vollmond: