Neudenken + Entwerfen Sammeln + Pflegen

Abschlussdiskussion Sammlungs-Check: Wie sammelt man Migration?

„Helfen Sie uns herauszufinden, wie man Migration sammeln kann!“. Das war der Aufruf des Stadtlabors „Sammlungs-Check“: Migration partizipativ sammeln im Oktober 2017. Seitdem beschäftigen sich dreizehn Frankfurter/innen mit und ohne Migrationsgeschichte mit Fragen wie: Was macht ein Sammlungskurator? Was ist ein „Migrationsobjekt“? Wie können Objekte aus unserer Migrationssammlung sinnvoll ergänzt werden? Was fehlt?

Im Rahmen unseres Projekts wurden neue Objekte und ihre Geschichten gesammelt und neben Objekten aus der Museumssammlung ausgestellt,  Audio-Interviews mit den Stadtlaborant_innen zu den mitgebrachten Objekten geführt und Sammlungskriterien und Strategien für das Sammeln von Migrationsgeschichte erarbeitet.

Zum Abschluss unseres Projekts wollen wir die dazu gewonnenen Objekte zeigen und die Erkenntnisse und Erfahrungen aus unseren Workshops mit Chrisula Dingiludi (Stadtlaborantin), Jan Gerchow (Direktor HMF), Armin von Ungern-Sternberg (Amtsleiter AmKA) und Sandra Vacca (DOMiD) diskutieren.  Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, was und wie sollen wir als Stadtmuseum sammeln, um Migrationsgeschichte zu bewahren und zukünftigen Generationen zu vermitteln und welche Rolle  partizipative Projekte dabei spielen können.

Die Abschlussdiskussion, die von Angela Jannelli moderiert wird, findet am 7.2.2018 um 18:30 Uhr in Frankfurt Jetzt! Workshopebene 3 statt. Der Eintritt ist frei. Ich freu mich auf Sie!

 

2 Kommentare zu “Abschlussdiskussion Sammlungs-Check: Wie sammelt man Migration?

  1. Simon Bartel

    Ich finde die Idee des „Migrationsobjekts“ ganz pfiffig, weil sie aktuell und somit Generations-übergreifend ist. Bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt genauso ehrgeizig weiterverfolgt wird, und nicht nach 6 Monaten irgend ein anderer Betreuer alles umkrempelt, und meint das Rad wieder neu erfinden zu müssen. Sprich: Eine gewisse personelle Kontinuität würde dem Museum langfristig guttun. Der letzte Mitarbeiter mit dem ich zu einem anderen Projekt Kontakt hatte, arbeitet heute in einem Technikmuseum in Berlin – das warum wissen Sie besser als ich.

    • Nina Gorgus

      Lieber Herr Bartel,
      es ist noch nicht ganz klar, wie wir dieses Projekt weiterverfolgen und in welcher Form – aber das Wissen bleibt auf alle Fälle im Haus erhalten!
      Personelle Kontinuität ist erstrebenswert, und natürlich hätten wir gerne auch mehr feste Stellen. Da hat aber die Stadt das letzte Wort! Manche Stellen sind von vorneherein auf Zeit angelegt, wie das wiss. Volontariat, dass zwei Jahre dauert oder Stipendien. Wir bemühen uns sehr oft um Anschlussprojekte für ehemalige Volontär_innen oder Stipendiaten, für die wir Finanzierungspartner finden müssen. Leider klappt das nicht immer bzw. manchmal bietet sich kein Projekt an – andererseits werden auf diese Weise Ideen aus Frankfurt weitergetragen…
      Viele Grüße,
      Nina Gorgus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.