Neudenken + Entwerfen

Nach Wien reisen und in einer utopischen Stadt ankommen

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, von meiner Tagungsreise nach Wien direkt aus dem Kunsthistorischen Museum zu bloggen. Die Kollegen dort, die uns sehr herzlich aufgenommen haben, verzeihen mir hoffentlich, dass mein Augenmerk auf einer Tour durch Wien auf zwei andere auffällige Aspekte fiel: Dem begehbaren Stadtmodell Hypotopia und dem Mobilen Stadtlabor der TU Wien im Resselpark. Da wir gerade  park in progress. Stadtlabor unterwegs in den Wallanlagen laufen hatten, musste ich mir das natürlich genauer ansehen.

Hypotopia ist  zweierlei: ein stadtplanerisches und gesellschaftswissenschaftliches Gedankenmodell und eine Form des Protests. Eine selbstorganisierte Gruppe von Studierenden der TU Wien aus den Disziplinen Architektur, Bauingenieurwesen, Raumplanung und Informatik arbeitet seit Anfang Mai 2014 an der Entwicklung dieses Stadtmodells, das kein echtes Stadtzentrum besitzt. Die hypothetische Bau- und Planungskosten entsprechen der Summe Geld, die der Staat Österreich für die Pleitebank Hypo-Alpe-Adria aufbringen muss.

Durch ein Stadtmodell hindurchgehen zu können,  ist ein besonderes Erlebnis. Hypotopia steht noch bis zum 30.11.14. und ist von vielen Aktionen begleitet.

Das mobile Stadtlabor der Fakultät für Architektur und Raumplanung ist ein zeitlich begrenztes Gebäude aus sechs ausrangierten Containern. Hier konzipierten 30 Studierende im Rahmen des future.lab einen Raum für Seminare, Vorträge, Workshops und Ausstellungen.

historisches museum frankfurt: StadtlaborWien

 

Zurück nach Frankfurt – wer sich für das Frankfurter Stadtlabor interessiert: zwar ist park in progress. Stadtlabor unterwegs in den Wallanlagen schon zu Ende, die Debatte geht aber heute abend mit Wir sind die Stadt im Historischen Museum Frankfurt weiter.

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