Baustellenbegehung, August 2014

Am vergangen Montag, den 4. August haben wir wieder eine kleine Baustellenbegehung durchgeführt, um uns von den Baufortschritten persönlich und vor Ort ein Bild zu machen. Die Museumsgebäude sind nun im obersten Geschoss angekommen: Die West- und Ostgiebel des Ausstellungshauses werden zur Zeit gegossen wie auch die Nord- und Südwand mit den insgesamt 84 Fenstern. Dieser Raum wird später die Dauerausstellung Frankfurt Jetzt! mit dem Stadtlabor beherbergen. Von dort aus hat man einen phantastischen Blick auf die Stadt von heute. Ein idealer Raum, um gemeinsam über die Stadt und wer oder was sie ist, zu verhandeln.

Auch vom Aussichtspunkt, der etwas aus dem Gebäude herausragt, ist schon die Bodenplatte gegossen. Ich habe mich hinausgewagt und den Ausblick fotografiert. Ein schönes herausragendes Fenster in die Stadt und auf den Fluss. Sehr toll!

Im Eingangsbäude sind unsere Büros mit untergebracht. Damit wir möglichst nah am Geschehen sind – das wünschen wir uns sehr – gibt es auch dort viele Fenster, Ein- und Ausblicke.

Der Teil der Bohrpfahlwand im Osten, vor dem staufischen Bau, der nun nicht mehr benötigt wird und sogar im Weg ist, wird derzeit zurückgebaut. Dort entsteht später ein kleiner Innenhof und das Museumscafé bekommt dort seinen Platz.

Es ist so motivierend, den Baufortschritt zu sehen! Gleichzeitig wissen wir alle, dass wir uns mit unseren Planungen sputen müssen, damit nicht nur das Gebäude, sondern auch die Inhalte fertig werden.

Baustellenbegehung

Nach einer unserer Baubesprechungen am Mo, 7. Juli haben wir mit den Architekten, Hochbauamt und Kulturamt eine Begehung der Baustelle durchgeführt, um uns von den Baufortschritten ein Bild zu machen.

Über den späteren Museumsplatz gingen wir zuerst in das Eingangsgebäude, die Treppe herunter, an dem späteren Standtort der Schneekugel für die “Stadt mit Eigenschaften” vorbei (noch steht der Kran dort) in das Ausstellungshaus. Dort konnten wir aus den großen Fenstern auf die Stadt blicken. Am schönsten war der Blick – verschleiert durch Baunetze – auf den Römer. Schon jetzt kann man sich darauf freuen und sich vorstellen, wie es sein wird, unser Rathaus mit dem Platz davor über den Fensterblick in die Ausstellung zu integrieren. Danach ging es Treppe hoch  ins 1. Obergeschoss: Seit meinem letzten Rundgang  ist das Gebäude wieder deutlich spürbar gewachsen. Im 1. OG fehlt zwar noch die Decke , dafür sind noch schöne Blicke auf die umgebende Bebauung möglich.

Allerorten wurde gesägt, gehämmert, gearbeitet: So wurde in einem Treppenhaus die Verschalung montiert, damit der nächste Abschnitt gegossen werden kann. Ein Stück der Bohrpfahlwand, das nicht mehr benötigt wird, wird derzeit Stückchenweise durch eine Art Mini-Bagger abgebrochen und überall werden Schläuche für die Bauteilaktivierung verlegt, Armierungen gebogen und Verschalungen errichtet. Die Fotos geben einen Eindruck des Rundgangs wieder.

 

Das Museumsteam besichtigt die Baustelle 2

Nachdem am 20. Mai ein Teil des Museumteams die Bausstelle besichtigen durfte, wurde der zweite Teil des Kollegiums am 6. Juni vom Museumsdirektor über die Baustelle geführt. Nun war der Bau schon im Erdgeschoss angekommen. Das heißt: wir konnten schon den Ausstellungsraum begehen, in dem später die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Frankfurt Einst? starten wird. In Gedanken haben wir sogar schon manche Objekte verortet! Auch das Eingangsgebäude ist weiter gewachsen, so dass wir uns schon eine gute Vorstellung vom späteren Museum machen konnten. Mittlerweile ist das neue Ausstellungshaus schon wieder in die Höhe gewachsen…

 

Dieser Betrieb bildet aus

Das Museum kümmert sich um Nachwuchs: Im Sommersemester 2014 führe ich die Studierenden der Europäischen Ethnologie an der Marburger Universität in das Ausstellungsmachen ein. Es ist als „Praxisseminar“ gedacht und es gibt darum ganz praktische Übungen. Geübt wird an der nächsten Ausstellung des historischen museums, die im September eröffnet: Gefangene Bilder. Wissenschaft und Propaganda im Ersten Weltkrieg
Letztens kamen 15 neugierige Studentinnen und Studenten ins Museum und schauten sich die Ausstellung über die Familie Holzhausen an. Danach diskutierten sie mit der Ausstellungsgestalterin Sabine Gutjahr und Andreas Hansert, dem Kurator der Ausstellung. Warum ist die Ausstellung so dunkel? Könnten die Objektschilder nicht größer sein?
Aber eine gelungene Ausstellung allein reicht nicht – die Öffentlichkeit muss auch davon erfahren. Momentan gilt es, ein Konzept für den Facebook-Auftritt des Museums zu erarbeiten. Was sind die Prinzipien von „Social Media“? Wann müssen wir damit anfangen? Was den Studierenden eingefallen ist, kann man allerspätestens am 1. August auf der Facebook-Seite des Museums sehen.
historisches museum frankfurt: ILIAS Uni Marburg

Das Museumsteam besichtigt die Baustelle

Am Dienstag war es soweit: ein Teil der Kolleginnen und Kollegen konnten zum ersten Mal die Baustelle besuchen. Wir alle waren sehr beeindruckt, können wir uns nun noch besser vorstellen, wie nachher alles sein wird. Sich einmal in den Räumen zu bewegen, für die wir Ausstellungen, Programm und alles andere planen, war sehr motivierend.

Bilder von der Baustelle

Seit längerer Zeit bin ich mal wieder auf unserer Großbaustelle gewesen. Es ist sehr beeindruckend, wie der Museumsbau inzwischen gewachsen ist. Wenn man darin unterwegs ist, erhält man einen guten Eindruck welch eine große Fläche wir für unser Museum mitten in der Stadt bebauen. Noch schaut die umgebende Stadt in das Gebäude herein, wodurch die Dimensionen besonders eindrücklich wirken.
Schauen Sie sich die Fotos an, die ich mitgebracht habe, in den Bildunterschriften erkläre ich, was zu sehen ist bzw. was dort später sein wird.

2014 wird gebaut: das neue Ausstellungshaus wächst!

2013 endete ja grandios mit der Grundsteinlegung für das neue Ausstellungshaus und wenn erst einmal so ein Stein gelegt ist, dann geht das ja schnell weiter – wir hoffen, dass wir im Spätsommer 2014 schon Richtfest feiern können.

Danach dauert das mit dem Einzug zwar noch etwas, da die Innenausbauten wirklich komplex und langwierig sind – aber immerhin gibt es schon etwas zu sehen und die Pläne  nehmen dann doch viel leichter Gestalt an.

Dieses Jahr müssen wir so einiges weiter festzurren. Immerhin haben wir uns letztes Jahr eine schöne Grundlage geschaffen, auf die wir gut aufbauen können. Bei Frankfurt Einst? stehen sozusagen schon 70 % der Ausstellung – bei einer Fläche von 2.000 qm und einigen 1000 Objekten, die wir begutachtet haben, ist das eine betrachtliche Menge. Hier geht es natürlich weiter – dieses Jahr möchten wir 99 % Prozent aller Objekte bestimmen – das wird auch ganz schön happig…. Denn es gibt ja auch noch andere Dinge, um die wir uns kümmern müssen -  etwa die Texte oder Medienstationen, um nur zwei wichtige Aspekte zu nennen.

Auch die anderen Dauerausstellungskomplexe treiben wir weiter voran: die Stadtmodelle der Schneekugel der Frankfurt Story werden mit Inhalten zu Frankfurter Klischees und Eigenarten gefüllt. Rund um die Frankfurt Klischees planen wir übrigens eine Veranstaltungsreihe, die am 11. März mit einem Abend über das “gemütliche” Frankfurt beginnt.

Bei Frankfurt Jetzt! finden verstärkt Recherchen um das interaktive Stadtmodell  statt und natürlich ist das Stadtlabor auch wieder unterwegs: dieses Mal in den Wallanlagen.

Wenn es so etwas wie ein Motto für 2014 geben würde, dann wäre das so etwas wie: Dem Bau beim Wachsen zusehen – aber für Kontemplation haben wir nicht wirklich Zeit, denn es gibt ja auch noch diverse Ereignisse wie die Ausstellung über die Familie Holzhausen oder über den Ersten Weltkrieg, die Nacht der Museen, das Museumsuferfest, oder gleich nächste Woche, das Tweetup zu Burnitz, und vieles mehr.

Kurzum: es gibt viele gute Gründe, im Museum vorbeizuschauen – sei es virtuell oder “in echt”. Wir freuen uns darauf!

historisches museum frankfurt: Grundsteinlegung am 17.12.2013, Foto: hmf (P. Welzel)

 

 

 

Ein Meilenstein wurde gelegt

Inmitten der Adventszeit fand heute die Grundsteinlegung für das neue Ausstellungshaus statt. Nachdem die Kupferkartusche in der Werkstatt von Restaurator Reinhard Glasemann mit Münzen, Grundrissplänen und aktuellen Tageszeitungen befüllt und luftdicht versiegelt worden war, haben wir sie eingepackt, uns in die S-Bahn gesetzt und sie zum Museum gefahren. Ein wenig mulmig war uns dabei schon: Was, wenn wir just im Moment des Aussteigens angerempelt worden wären und die wertvolle Fracht uns auf die Schienen geglitten wäre oder wenn uns jemand beklaut hätte, weil jemand nach dem Motto Weihnachtsgeschenkelotterie das Paket für durchaus attraktiv befunden hätte?

Doch wir kamen schließlich wohlbehalten am Fahrtor an und deponierten das gute Stück in einer Ecke im Leopold Sonnemann-Saal. Hier versammelten sich in der Folge ungefähr 130 Gäste – vom Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei, Projektverantwortliche aus dem Hochbauamt und Kulturamt, Freunde und Förderer des Museums, beteiligte Unternehmen, viele KollegInnen sowie jede Menge Berichterstatter und Journalisten.

Nach den Reden bewegte sich ein kleiner Troß – angeführt von Museumsdirektor Jan Gerchow, den Dezernenten Semmelroth und Cunitz sowie dem Architekten Arno Lederer – aus dem Museum über den gut besuchten Weihnachtsmarkt und bog zwischen einer Wurstbude und einem Anbieter von gebrannten Mandeln rechts ab. Ein bißchen war es wie bei Harry Potter und dem Gleis neundreiviertel: Zwischen den Ständen durchschritten wir eine schmale, unscheinbare Tür und befanden uns wie durch Magie in einer scheinbar anderen Welt. Eben noch im dicht gedrängten Gewimmel von Weihnachtsmarktbesuchern, standen wir nun vor einem leeren Raum – der riesigen Baugrube. Zugegeben, auch hier wuselten Männchen in neongelben und roten Sicherheitsjacken umher. Mitten drin jedoch stand groß und majestätisch der Baukran. Zu dessen Sockel führte ein hölzerner Steg, dem die Prozession folgte, nachdem sie über eine Treppenanlage in die Tiefe gelangt war. Diese ganze Zeit über lag die Kartusche wohlbehalten in den Armen des Museumsdirektors.

An der Bodenplatte mit der Aussparung direkt unter dem Kran angelangt, umringten die Medien den Direktor und den Dezernenten. Eine lockere, ungezwungene Stimmung bestimmte die Szenerie, es wurde mit der Kupferkapsel gepost und gescherzt. Mit Hilfe eines Zimmermannes in der traditionellen schwarzen Kluft wurde die Kartusche dann in der Aussparung versenkt. Das Klicken der Fotoapparate war wie beim Auftritt von Lady Gaga persönlich. Das Spektakel wurde für die filmenden Journalisten dann sogar noch einmal wiederholt. Die Gäste im Leopold Sonnemann-Saal konnten das Ganze bei zünftigen Frankfurter Würstchen, Kartoffelsalat und Apfelwein von oben mitverfolgen.

Nach dem erlebnisreichen und sehr schönen Tag ist das neue historische museum nun in greifbare Nähe gerückt!

Die Grundsteinlegung

Die Arbeiten am Neubau des Museums haben ja bereits begonnen: Die Bodenplatte ist so gut wie fertig gegossen.

Nun wird am kommenden Dienstag, den 17. Dezember die Grundsteinlegung stattfinden.

Zu diesem symbolischen Akt werden die beiden Dezernenten Kultur: Felix Semelroth und Bau: Olaf Cunitz kommen und auch sprechen. Außerdem wird der Architekt Marc Oei des Büros LedererRagnarsdóttirOei (LRO) teilnehmen. Natürlich wird auch unser Chef, der Direktor des historischen museums, Jan Gerchow, dabei sein und einige Wort sprechen.
Nach den Ansprachen im Leopold-Sonnemann-Saal, werden die offiziellen Vertreter und Pressefotografen in die Baugrube hinabsteigen und eine gefüllte Kupferkartusche mit Gravur in eine Aussparung der Bodenplatte einlegen. Diese Aussparung wird dann von der Firma Züblin, die unseren Rohbau erstellt mit Beton ausgegossen. Dann ist die Kartusche für die nächsten Jahrhunderte oder bis zum Abbruch des Museums Teil der Bodenplatte und verschwunden.

Vorbereitend wird am Dienstag morgen mein Kollege Reinhard Glasemann, Metallrestaurator, vier tagesaktuelle Zeitungen (FAZ,FR, FNP und Bild) kaufen. Zusammen mit Jan Gerchow, unserem Chef wird er die Kupferkartusche füllen und prüfen, ob auch wirklich nur das drin ist, was drin sein soll: die vier aktuelle Tageszeitungen, drei Münzen sowie Grundrisse und Schnitte unserer künftigen Gebäude. Zwei Münzen sind Euro-Münzen von diesem Jahr, und eine Münze ist eine Reichsmark aus dem Gründungsjahr des Historischen Museums, 1878, siehe Foto unten.

Danach wird Reinhard Glasemann den Deckel der Kartusche verlöten und auf die Baustelle bringen. Dort müssen dann noch Abstandshalter aus Styropor angefertigt werden, damit die Kartusche auch mittig in der vorbereiteten Aussparung der Bodenplatte sitzt und beim Eingießen nicht verrutscht oder aufschwimmt.

Hier ist schon einmal die halb gefüllte Kartusche zu sehen, die wir in die Bodenplatte versenken und eingießen werden. Die Zeitungen auf dem Foto sind natürlich nicht tagesaktuell und nur für das Foto ins Bild gekommen…

Sicher wird es nächste Woche einen Bericht und Fotos von der Grundsteinlegung an dieser Stelle geben.

Merian 3D Werkstattbesuch #3 und #4

Im September und Oktober 2012  haben wir an dieser Stelle von einem Vorhaben der besonderen Art berichtet: Das Projekt eines dreidimensionalen Merianplans.

Bereits im Februar diesen Jahres haben wir dem Baumeister des Frankfurt von 1628 einen Besuch abgestattet. Vor knapp einem Monat haben wir erneut einen Werkstattbesuch unternommen. Klaus Grapow, Merianfan und Freund des historischen museums frankfurt, hat sich vorgenommen für das Museum ein Modell des historischen Frankfurts zu bauen. Grundlage für seine Arbeit ist der Merainplan von 1628 aus der Sammlung des Museums. Für diese Arbeit haben wir den Plan auf die Größe von 230 x 166 cm ausdrucken lassen. Das fertige Modell wird dann in der neuen Dauerausstellung Frankfurt Einst? zu 800 Jahren Stadtgeschichte gezeigt werden.

Hier sind die einige Eindrücke des Modells aus dem Februar zu sehen.

Seit dem Besuch vor etwa acht Monaten ist viel passiert. Inzwischen ist die Stadt ganz schön gewachsen. Der größte Teil der Altstadt steht: Von der Saalgasse im Süden bis zur Zeil im Norden und von der Fahrgasse im Osten bis zum Hirschgraben im Westen erstrecken sich die zierlichen Häuschen, die Klaus Grapow inzwischen detailgenau nach Merian errichtet hat. Auf einem der Fotos sieht man den Übersichtsplan, auf dem alles grün markiert ist, was schon fertig gebaut wurde.

Die übrigen Fotos zeigen einige Eindrücke dieser Miniaturstadt an der Mattäus Merian d. Ältere sicher seine helle Freude gehabt hätte. Die nächsten Arbeitsschritte sind geplant, der “Grundstein” für den Dom bereits gelegt.

Wir wünschen Klaus Grapow, dass ihn seine sagenhafte Geduld und sein Feingefühl für dieses fizzelige Mamutprojekt nicht verlässt. Auch danken wir ihm und seiner Familie von der Ehefrau bis zu den Enkeln, die ihn alle  tatkräftig  unterstützen.