2014 wird gebaut: das neue Ausstellungshaus wächst!

2013 endete ja grandios mit der Grundsteinlegung für das neue Ausstellungshaus und wenn erst einmal so ein Stein gelegt ist, dann geht das ja schnell weiter – wir hoffen, dass wir im Spätsommer 2014 schon Richtfest feiern können.

Danach dauert das mit dem Einzug zwar noch etwas, da die Innenausbauten wirklich komplex und langwierig sind – aber immerhin gibt es schon etwas zu sehen und die Pläne  nehmen dann doch viel leichter Gestalt an.

Dieses Jahr müssen wir so einiges weiter festzurren. Immerhin haben wir uns letztes Jahr eine schöne Grundlage geschaffen, auf die wir gut aufbauen können. Bei Frankfurt Einst? stehen sozusagen schon 70 % der Ausstellung – bei einer Fläche von 2.000 qm und einigen 1000 Objekten, die wir begutachtet haben, ist das eine betrachtliche Menge. Hier geht es natürlich weiter – dieses Jahr möchten wir 99 % Prozent aller Objekte bestimmen – das wird auch ganz schön happig…. Denn es gibt ja auch noch andere Dinge, um die wir uns kümmern müssen -  etwa die Texte oder Medienstationen, um nur zwei wichtige Aspekte zu nennen.

Auch die anderen Dauerausstellungskomplexe treiben wir weiter voran: die Stadtmodelle der Schneekugel der Frankfurt Story werden mit Inhalten zu Frankfurter Klischees und Eigenarten gefüllt. Rund um die Frankfurt Klischees planen wir übrigens eine Veranstaltungsreihe, die am 11. März mit einem Abend über das “gemütliche” Frankfurt beginnt.

Bei Frankfurt Jetzt! finden verstärkt Recherchen um das interaktive Stadtmodell  statt und natürlich ist das Stadtlabor auch wieder unterwegs: dieses Mal in den Wallanlagen.

Wenn es so etwas wie ein Motto für 2014 geben würde, dann wäre das so etwas wie: Dem Bau beim Wachsen zusehen – aber für Kontemplation haben wir nicht wirklich Zeit, denn es gibt ja auch noch diverse Ereignisse wie die Ausstellung über die Familie Holzhausen oder über den Ersten Weltkrieg, die Nacht der Museen, das Museumsuferfest, oder gleich nächste Woche, das Tweetup zu Burnitz, und vieles mehr.

Kurzum: es gibt viele gute Gründe, im Museum vorbeizuschauen – sei es virtuell oder “in echt”. Wir freuen uns darauf!

historisches museum frankfurt: Grundsteinlegung am 17.12.2013, Foto: hmf (P. Welzel)

 

 

 

Ein Meilenstein wurde gelegt

Inmitten der Adventszeit fand heute die Grundsteinlegung für das neue Ausstellungshaus statt. Nachdem die Kupferkartusche in der Werkstatt von Restaurator Reinhard Glasemann mit Münzen, Grundrissplänen und aktuellen Tageszeitungen befüllt und luftdicht versiegelt worden war, haben wir sie eingepackt, uns in die S-Bahn gesetzt und sie zum Museum gefahren. Ein wenig mulmig war uns dabei schon: Was, wenn wir just im Moment des Aussteigens angerempelt worden wären und die wertvolle Fracht uns auf die Schienen geglitten wäre oder wenn uns jemand beklaut hätte, weil jemand nach dem Motto Weihnachtsgeschenkelotterie das Paket für durchaus attraktiv befunden hätte?

Doch wir kamen schließlich wohlbehalten am Fahrtor an und deponierten das gute Stück in einer Ecke im Leopold Sonnemann-Saal. Hier versammelten sich in der Folge ungefähr 130 Gäste – vom Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei, Projektverantwortliche aus dem Hochbauamt und Kulturamt, Freunde und Förderer des Museums, beteiligte Unternehmen, viele KollegInnen sowie jede Menge Berichterstatter und Journalisten.

Nach den Reden bewegte sich ein kleiner Troß – angeführt von Museumsdirektor Jan Gerchow, den Dezernenten Semmelroth und Cunitz sowie dem Architekten Arno Lederer – aus dem Museum über den gut besuchten Weihnachtsmarkt und bog zwischen einer Wurstbude und einem Anbieter von gebrannten Mandeln rechts ab. Ein bißchen war es wie bei Harry Potter und dem Gleis neundreiviertel: Zwischen den Ständen durchschritten wir eine schmale, unscheinbare Tür und befanden uns wie durch Magie in einer scheinbar anderen Welt. Eben noch im dicht gedrängten Gewimmel von Weihnachtsmarktbesuchern, standen wir nun vor einem leeren Raum – der riesigen Baugrube. Zugegeben, auch hier wuselten Männchen in neongelben und roten Sicherheitsjacken umher. Mitten drin jedoch stand groß und majestätisch der Baukran. Zu dessen Sockel führte ein hölzerner Steg, dem die Prozession folgte, nachdem sie über eine Treppenanlage in die Tiefe gelangt war. Diese ganze Zeit über lag die Kartusche wohlbehalten in den Armen des Museumsdirektors.

An der Bodenplatte mit der Aussparung direkt unter dem Kran angelangt, umringten die Medien den Direktor und den Dezernenten. Eine lockere, ungezwungene Stimmung bestimmte die Szenerie, es wurde mit der Kupferkapsel gepost und gescherzt. Mit Hilfe eines Zimmermannes in der traditionellen schwarzen Kluft wurde die Kartusche dann in der Aussparung versenkt. Das Klicken der Fotoapparate war wie beim Auftritt von Lady Gaga persönlich. Das Spektakel wurde für die filmenden Journalisten dann sogar noch einmal wiederholt. Die Gäste im Leopold Sonnemann-Saal konnten das Ganze bei zünftigen Frankfurter Würstchen, Kartoffelsalat und Apfelwein von oben mitverfolgen.

Nach dem erlebnisreichen und sehr schönen Tag ist das neue historische museum nun in greifbare Nähe gerückt!

Die Grundsteinlegung

Die Arbeiten am Neubau des Museums haben ja bereits begonnen: Die Bodenplatte ist so gut wie fertig gegossen.

Nun wird am kommenden Dienstag, den 17. Dezember die Grundsteinlegung stattfinden.

Zu diesem symbolischen Akt werden die beiden Dezernenten Kultur: Felix Semelroth und Bau: Olaf Cunitz kommen und auch sprechen. Außerdem wird der Architekt Marc Oei des Büros LedererRagnarsdóttirOei (LRO) teilnehmen. Natürlich wird auch unser Chef, der Direktor des historischen museums, Jan Gerchow, dabei sein und einige Wort sprechen.
Nach den Ansprachen im Leopold-Sonnemann-Saal, werden die offiziellen Vertreter und Pressefotografen in die Baugrube hinabsteigen und eine gefüllte Kupferkartusche mit Gravur in eine Aussparung der Bodenplatte einlegen. Diese Aussparung wird dann von der Firma Züblin, die unseren Rohbau erstellt mit Beton ausgegossen. Dann ist die Kartusche für die nächsten Jahrhunderte oder bis zum Abbruch des Museums Teil der Bodenplatte und verschwunden.

Vorbereitend wird am Dienstag morgen mein Kollege Reinhard Glasemann, Metallrestaurator, vier tagesaktuelle Zeitungen (FAZ,FR, FNP und Bild) kaufen. Zusammen mit Jan Gerchow, unserem Chef wird er die Kupferkartusche füllen und prüfen, ob auch wirklich nur das drin ist, was drin sein soll: die vier aktuelle Tageszeitungen, drei Münzen sowie Grundrisse und Schnitte unserer künftigen Gebäude. Zwei Münzen sind Euro-Münzen von diesem Jahr, und eine Münze ist eine Reichsmark aus dem Gründungsjahr des Historischen Museums, 1878, siehe Foto unten.

Danach wird Reinhard Glasemann den Deckel der Kartusche verlöten und auf die Baustelle bringen. Dort müssen dann noch Abstandshalter aus Styropor angefertigt werden, damit die Kartusche auch mittig in der vorbereiteten Aussparung der Bodenplatte sitzt und beim Eingießen nicht verrutscht oder aufschwimmt.

Hier ist schon einmal die halb gefüllte Kartusche zu sehen, die wir in die Bodenplatte versenken und eingießen werden. Die Zeitungen auf dem Foto sind natürlich nicht tagesaktuell und nur für das Foto ins Bild gekommen…

Sicher wird es nächste Woche einen Bericht und Fotos von der Grundsteinlegung an dieser Stelle geben.

 

Merian 3D Werkstattbesuch #3 und #4

Im September und Oktober 2012  haben wir an dieser Stelle von einem Vorhaben der besonderen Art berichtet: Das Projekt eines dreidimensionalen Merianplans.

Bereits im Februar diesen Jahres haben wir dem Baumeister des Frankfurt von 1628 einen Besuch abgestattet. Vor knapp einem Monat haben wir erneut einen Werkstattbesuch unternommen. Klaus Grapow, Merianfan und Freund des historischen museums frankfurt, hat sich vorgenommen für das Museum ein Modell des historischen Frankfurts zu bauen. Grundlage für seine Arbeit ist der Merainplan von 1628 aus der Sammlung des Museums. Für diese Arbeit haben wir den Plan auf die Größe von 230 x 166 cm ausdrucken lassen. Das fertige Modell wird dann in der neuen Dauerausstellung Frankfurt Einst? zu 800 Jahren Stadtgeschichte gezeigt werden.

Hier sind die einige Eindrücke des Modells aus dem Februar zu sehen.

Seit dem Besuch vor etwa acht Monaten ist viel passiert. Inzwischen ist die Stadt ganz schön gewachsen. Der größte Teil der Altstadt steht: Von der Saalgasse im Süden bis zur Zeil im Norden und von der Fahrgasse im Osten bis zum Hirschgraben im Westen erstrecken sich die zierlichen Häuschen, die Klaus Grapow inzwischen detailgenau nach Merian errichtet hat. Auf einem der Fotos sieht man den Übersichtsplan, auf dem alles grün markiert ist, was schon fertig gebaut wurde.

Die übrigen Fotos zeigen einige Eindrücke dieser Miniaturstadt an der Mattäus Merian d. Ältere sicher seine helle Freude gehabt hätte. Die nächsten Arbeitsschritte sind geplant, der “Grundstein” für den Dom bereits gelegt.

Wir wünschen Klaus Grapow, dass ihn seine sagenhafte Geduld und sein Feingefühl für dieses fizzelige Mamutprojekt nicht verlässt. Auch danken wir ihm und seiner Familie von der Ehefrau bis zu den Enkeln, die ihn alle  tatkräftig  unterstützen.

 

Start für den Neubau des Museums: der Rohbau beginnt

Nun ist es endlich soweit: die Arbeiten am Rohbau für die neuen Gebäude des historischen museums haben begonnen.
Die lange Pause, in der scheinbar auf der Baustelle nichts passierte, ist vorbei. Noch mal zur Erinnerung: Im Sommer 2012 ist bei den Erdarbeiten für die Baugrube des historischen museums eine gut erhaltene Kaianlage aus dem 13. Jahrhundert gefunden worden. Der Stauferhafen. Dieser sensationelle Fund hatte zur Folge, dass der schon fertig geplante Rohbau umgeplant werden musste. Dies erklärt die Zeitverzögerung und die nur scheinbare Ruhe auf der Baustelle. Über den Fund und den Baustellensee haben wir an dieser Stelle verschiedentlich berichtet.

Am Wochenende des 9. und 10. November wurde der Kran aufgebaut, der ein sichtbares Zeichen dafür ist, dass es jetzt auf der Baustelle mit den Arbeiten losgeht. Zuerst wird eine Bodenplatte gegossen, das muss noch vor dem Einbruch des Winters passieren. Bis zum 13. Dezember soll diese Arbeiten abgeschlossen sein. Für den 17. Dezember planen wir die Grundsteinlegung, ein feierlicher Akt, als Startschuss sozusagen.

In der vergangenen Woche war die Bemusterung der Fassade. Das heißt, Architekten, Bauherren und Nutzer haben gemeinsam die Fassadenmuster angeschaut, die am Bauzaun nördlich des Museums aufgestellt sind und haben sich beraten. Die Entscheidung fiel für den großformatigen Buntsandstein, der aus einem Steinbruch am Main kommt. Die genaue Bearbeitung der Steine und die Art der Verfungung wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.Laut Bauzeitenplan soll das Gebäude in rund 24 Monaten fertig gestellt sein. 2016 ist das Jahr, in dem der Innenausbau des Gebäudes erfolgt. Ist dies alles planmäßig verlaufen,  können wir, das Museum, damit beginnen die Ausstellungen einzurichten. Dafür rechnen wir ca. 9 Monate, wenn wir schnell sind.

Es geht voran!

Es tut sich was auf der Baustelle! Zwar ist das Boot noch da – doch das wird längst nicht mehr gebraucht: Letzte Woche konnten wir vom Sonnemann-Saal aus ein buntes Treiben auf der Baustelle beobachten. Orange gekleidete  Männer nahmen Messungen vor, damit später auch alles richtig an Ort und Stelle steht.

Und wer sich den Bauzaun näher anschaut, kann noch mehr sehen: hier sind Fassadenstücke zur Bemusterung angebracht. Im Kleinen ist also schon mal sichtbar, wie es später am Ausstellungshaus aussehen wird. Wir freuen uns, dass es weiter geht!

Alles schon wieder vorbei….

Es ist kaum zu glauben: es sind schon wieder zwei Jahre her, dass Dorothee Linnemann und Sonja Thiel ihr Volontariat für Frankfurt Einst? bzw. Frankfurt Jetzt! aufgenommen hatten. Es fällt schwer, hier alles aufzulisten, was die beiden in den zwei Jahren so alles gemacht haben – jede für sich und gemeinsam. Mal eben so weggearbeitet, kann man auch so sagen, denn es gab eigentlich nichts, was sie nicht konnten – von website betreuen, newsletter schreiben, Tagungen organisieren, Broschüren erstellen… Und das war nicht mal der eigentliche Job!

Stets ganz nah an den Objekten dran war Dorothee in Frankfurt Einst?, denn für die erste Entwurfsplanung mussten das Konzept nachjustiert werden, möglichst alle Objekte recherchiert, mit den zuständigen Restauratorinnen nachgemessen und fotografiert werden. Und natürlich kontextualisiert werden.

Sonja war für das Stadtlabor unterwegs im wahrsten Sinn des Wortes häufig unterwegs: erst organisierte sie das Stadionbad, danach war Ginnheim dran und immer galt es, ganz viele Leute unter einen Hut zu bringen.

Wir sind stolz, dass wir so tolle Volontärinnen hatten und nicht allzu traurig,denn: Sonja wird im Stadtlabor unterwegs zu den Wallanlagen weiter mitarbeiten. Und Dorothee bleibt Frankfurt Einst? auch noch eine Zeitlang erhalten. So war die rituelle Party zum Abschied nicht allzu traurig!

 

 

Der Bauzaun ist nun endlich vollzählig!

Was lange währt wird richtig gut: Einige werden es sicher schon bemerkt haben. Irgendetwas ist anders am Fahrtor 2. Stimmt! Denn nun ist es endlich soweit: Auch die beiden letzten Vitrinen entlang unseres Bauzauns wurden nun fertig gestellt. Die Bilder, die den Bau einer U-Bahn-Station in Hamburg zeigten, wurden nun vollständig ausgetauscht. Damit ist die Bauzaungalerie mit den Bildern zum Thema „Baustelle Altstadt“ vollständig. Ab September wird es dazu auch regelmäßig eine Stadtführung geben.

Vielleicht fragt sich der Eine oder Andere, was es mit dem Plakat in der elften Vitrine auf sich hat. Dort haben wir einige “Highlights” des historischen museums ausgestellt. Christoph und ich sind gleich einmal auf “Highlight-Tour” gegangen. Unter den “Highlights” befinden sich beispielsweise der weltweit älteste Globus mit dem Eintrag „AMERICA“ aus dem Jahre 1515, der älteste Sakralbau Frankfurts – die Saalhof-Kapelle und das 15m² große Altstadtmodell. Aber darüber hinaus gibt es noch viele weitere „Highlights“ zu entdecken. Für die Besucher/innen wird es bald dazu auch eine neuen Plan geben.

Ab heute wird gelenzt!

Wer meint, dass wir uns ab dem 1. Juli auf die faule Haut legen, der täuscht sich aber gewaltig. Lenzen bedeutet Arbeit! Lenzen ist der Fachausdruck für das Abpumpen von Wasser – aus Schiffen, aber auch beim Tiefbau.

Und da können wir ja mithalten, haben wir doch schon seit einer Weile einen See vor der Tür des Saalhofs. Am 1. Juli beginnt das große Abpumpen. Der Plan ist es, pro Tag 20 cm abzupumpen, so dass wir im September mit dem Bauen beginnen können. Da verabschieden wir uns doch gerne vom Teich, der zwar schön aussah, aber weder zum Schwimmen noch zum Schlittschuhlaufen taugte.

historisches museum frankfurt: der See an der Nacht der Museen 2013, Foto: U. Dettmar.

Bauzaun im Wandel

Ein Bauzaun ist nicht gleich Bauzaun!
Bei uns verwandelt er sich nun bereits zum dritten Mal. Nachdem erst ein Drahtzaun den Blick auf unseren museumseigenen Binnensee ermöglichte, entstand vor wenigen Wochen ein massiver Holzzaun. Zunächst weiß gestrichen, wurde diese Fläche bald zum Hintergrund für den Schattenriss der Altstadtkulisse.

Am Montag in aller Frühe zogen der Zaun und das Geschehen davor erneut die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich.
Ein Schreiner schnitt zur Verwunderung dieser auf Bodenhöhe große eckige Löcher in den Zaun. Gegen Mittag fuhren schließlich zwei große LKWs vor das Museum,  um 11 Vitrinen (Querformat rund 3 x 2 m und  Hochformat 2 m x 3 m ) mit einem Kran aus dem Laderaum schweben zu lassen.

In einem zweiten Hebe- und Schwebeverfahren wurden diese dann in die Betonfüße eingepasst.
Nun beeindrucken zunächst historische Motive der Hamburger Hochbahn die Frankfurter, bevor wir in den nächsten Tagen 8 der 11 Vitrinen mit historischen Bildern aus unserer Sammlung ausstatten. Wie es weiter geht und was mit den übrigen drei Vitrinen passiert, berichten wir in Kürze an dieser Stelle.